Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.05.2015

10:20 Uhr

Nach Machtkampf bei VW

Piëch lässt Porsche-Hauptversammlung sausen

Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch hat kurzfristig die Teilnahme an der Porsche-Hauptversammlung abgesagt. Es wäre die erste Begegnung mit Konzernchef Martin Winterkorn nach dem Führungsstreit bei VW gewesen.

VW-Patriarch Ferdinand Piëch nimmt nicht an der Porsche-Hauptversammlung teil. dpa

Spontane Absage

VW-Patriarch Ferdinand Piëch nimmt nicht an der Porsche-Hauptversammlung teil.

StuttgartDer Showdown bleibt aus: Ferdinand Piëch hat seine Teilnahme an der Hauptversammlung der Porsche-Holding am Mittwoch kurzfristig abgesagt. Über die Gründe war am Morgen zunächst nichts zu erfahren. „Das ist seine Entscheidung“, sagte Wolfgang Porsche bei einem Rundgang kurz vor der Hauptversammlung. „Ich kann Ihnen versichern, dass wir auch in Zukunft die Verantwortung für die Volkswagen-Gruppe und die 600.000 Menschen wahrnehmen werden.“ Das gelte für alle Familienmitglieder der Familien Porsche und Piëch.

Handelsblatt in 99 Sekunden

VW muss Piëch-Nachfolge schnell klären

Handelsblatt in 99 Sekunden: VW muss Piëch-Nachfolge schnell klären

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Der langjährige VW-Patriarch ist auch nach seinem Rückzug aus dem Kontrollgremium der Wolfsburger Volkswagen AG Aufsichtsrat bei der Porsche-Holding. Winterkorn ist dort in Personalunion auch Vorstandschef.

Die Hauptversammlung wäre der erste gemeinsame Auftritt von Piëch und Winterkorn nach dem heftigen Führungsstreit bei Volkswagen gewesen. Winterkorn gab sich in Stuttgart gelassen. „Wieso soll ich enttäuscht sein? Wenn der Herr Piëch verhindert ist, dann ist das halt so“, quittierte Winterkorn dessen Fernbleiben mit einem verbalen Achselzucken. „Wir haben viele Aufsichtsräte bei der Porsche SE.“

Volkswagen: Wolfsburger Machtspiele

Volkswagen

Premium Wolfsburger Machtspiele

Nach Ferdinand Piëchs brüskem Abschied von VW positionieren sich bei Europas größtem Autobauer die Fraktionen neu. Selbstbewusst wollen die Kontrahenten ihre Positionen durchsetzen.

Die Zusammenarbeit mit Piëch im Aufsichtsrat der Porsche-Holding werde so weiterlaufen wie bisher, sagte der Chef des Sport- und Geländewagenbauers Porsche, Matthias Müller. „Ich sehe es genauso“, sagte Winterkorn. „Wir haben über 30 Jahre erfolgreich zusammengearbeitet.“

Winterkorn hat jetzt vor allem ein Anliegen: „Wir werden dafür sorgen, dass Ruhe einkehrt.“ Der wochenlange Machtkampf bei Volkswagen, der in Piëchs Rückzug als VW-Aufsichtsratschef gipfelte, dürfte dennoch ein Thema bei der Hauptversammlung sein.

Die Porsche-Holding hält 51 Prozent der Anteile an Volkswagen und verdient ihr Geld hauptsächlich mit der Dividende der Autohersteller.

Im ersten Quartal steigerte die Porsche SE ihr Konzernergebnis von 728 Millionen Euro auf 882 Millionen Euro.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Sergio Puntila

13.05.2015, 10:42 Uhr

Hat man erst fertig, dann hat man fertig.
Alles andere würde auf Homestories hinauslaufen.
Und sowas hat man dann auch nicht mehr nötig finde ich.

Account gelöscht!

13.05.2015, 11:16 Uhr

nichts ist für die Ewigkeit...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×