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07.02.2014

09:03 Uhr

Nach Manipulationen

Autobauer könnten ADAC-Preise zurückgeben

Der ADAC könnte nicht nur die Abstimmungszahlen, sondern auch die Rangliste beim „Gelben Engel“ manipuliert haben. Für die Autohersteller wäre dann eine rote Linie überschritten, sie wollen den Preis zurückgeben.

Noch vor wenigen Wochen lächelte VW-Chef Martin Winterkorn über die Auszeichnung „Gelber Engel 2014“ für den Golf. dpa

Noch vor wenigen Wochen lächelte VW-Chef Martin Winterkorn über die Auszeichnung „Gelber Engel 2014“ für den Golf.

BerlinNach einem Bericht über weitergehende Manipulationen beim ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ erwägen die Autokonzerne Volkswagen und BMW, ihre Auszeichnungen zurückzugeben. „Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, geben wir alle 'Gelben Engel' umgehend zurück“, sagte ein BMW-Sprecher der „Bild“-Zeitung vom Freitag. Ein VW-Sprecher sagte dem Blatt: „Wenn das stimmt, schicken wir dem ADAC eine ganze Wagenladung Preise zurück.“ Mehrere Autokonzerne hatten den ADAC zuletzt immer wieder zu umfassender Aufklärung gedrängt.

Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ vom Freitag, die am Donnerstag vorab veröffentlicht wurden, manipulierte der Club bei den „Gelben Engeln“ die Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ viel umfassender als zuvor bekannt. Demnach wurde nicht nur die Zahl der Abstimmungsteilnehmer deutlich höher angegeben, sondern auch an den Platzierungen gedreht.

Bei der Abstimmung zum „Lieblingsauto“ 2014 sei ein Wagen der Baureihe BMW 5 zunächst auf dem siebten Platz gelandet, berichtete die Zeitung unter Berufung auf interne ADAC-Unterlagen. In der offiziellen Mitteilung habe dieser BMW dann Platz fünf belegt. Der eigentlich fünftplatzierte VW Tiguan sei dafür nicht erwähnt worden.

Durch den Eingriff in die Platzierung sei erreicht worden, dass neben VW und Mercedes auch BMW auf der Liste stand und somit die drei größten Autohersteller vertreten waren. Es gebe Hinweise auf ähnliche Manipulationen bei früheren Wahlen, schrieb die Zeitung und berief sich auf einen Informanten. Der ADAC kommentierte den Verdacht dem Bericht zufolge nicht und verwies auf die laufende Prüfung durch externe Berater.

Der Verein steht nach diversen Enthüllungen in der Kritik. Die Debatte begann mit den eingestandenen Manipulationen der Teilnehmerzahl bei der Wahl zum „Lieblingsauto“. Später bestätigte der ADAC unter anderem auch die Nutzung von vereinseigenen Rettungshubschraubern für Dienstreisen des Präsidiums.

Von

afp

Kommentare (7)

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Marc

07.02.2014, 09:31 Uhr

Das doch ähnlich wie in den ganzen "Auto-Fachzeitschriften". Dort gewinnen VAG-Produkte fast jeden Test, auch wenn der Wettbewerber deutlich besser ist. Wer glaubt, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Sonntagsfahrer

07.02.2014, 09:49 Uhr

Der ADAC hat manipuliert zu Gunsten deutscher Automobilkonzerne.But there's no free lunch. Soll heissen haben die Autokonz. dafür etwa nicht bezahlt? Damit der Coup zwischen ADAC und den AutoKonz. Sinn macht muss Geld geflossen sein.

Account gelöscht!

07.02.2014, 11:46 Uhr

Das ist einfach:
Der Gewinner wirbt mit dem Preis. Dazu muss er das Logo 'Gelber Engel' nutzen. Da muss er richtig Geld (Lizenz) dafür bezahlen.
Das erklärt auch warum BMW nach vorne gedrückt wurde, mit Platz 7 kann man nicht werben, mit Platz 5 schon eher....d.h. mehr Einnahmen

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