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27.01.2014

16:13 Uhr

Nach Sanierung

Werkstattkette ATU bekommt neuen Chef

ATU hat bereits eine längere Sanierung hinter sich: Der Eigentümer der Autowerkstattkette hat gewechselt, das Unternehmen wurde umstrukturiert. Jetzt steht auch der neue Chef des deutschen Marktführers fest.

Ein Mitarbeiter der Werkstattkette ATU an einer Hebebühne: Im Rahmen der Sanierung strich das Unternehmen 2000 Arbeitsplätze. dpa

Ein Mitarbeiter der Werkstattkette ATU an einer Hebebühne: Im Rahmen der Sanierung strich das Unternehmen 2000 Arbeitsplätze.

WeidenDie Autowerkstattkette ATU bekommt nach Sanierung und Eigentümerwechsel einen neuen Chef. Bis der Nachfolger des erst im Juni 2013 ernannten Geschäftsführers Hans-Norbert Topp gefunden ist, übernimmt übergangsweise Aufsichtsratschef Norbert Scheuch den Posten, wie ATU am Montag in Weiden mitteilte. Anfang Dezember hatten sich Eigentümer und Gläubiger auf eine Restrukturierung und eine umfassende Entschuldung vereinbart.

Der bisherige Eigentümer, der US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) zog sich zurück, neuer Besitzer ist der bisher größte Anleihegläubiger von ATU, die Investment-Gesellschaft Centerbridge.

Wie vereinbart konnte ATU dank der Einigung den Großteil der drückenden Schulden von 765 Millionen Euro abbauen, da die Anleihegläubiger auf Forderungen in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro verzichteten und im Gegenzug Anteile an ATU bekamen. Zudem wurde ATU mit frischem Kapital in Höhe von etwa 100 Millionen Euro ausgestattet. Der US-Investor HayFin Capital Management gibt der Firma hinaus einen Kredit über 75 Millionen Euro.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

ATU hat bereits eine längere Sanierung hinter sich und strich 2000 Arbeitsplätze. ATU ist in Deutschland Marktführer. In 650 Filialen in Deutschland, Österreich, Tschechien, den Niederlanden, Italien und der Schweiz arbeiten rund 12.000 Mitarbeiter.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

28.01.2014, 13:31 Uhr

Es ist nicht hinnehmbar, daß für die Managementfehler Privatgläubiger mit € 150 Mio. leer ausgehen sollen, während Fonds ihre Schulden in Eigenkapital wandeln!

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