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21.01.2011

17:26 Uhr

Nach Streit

Hochtief-Betriebsräte und IG Bau versöhnen sich

Der Hochtief-Betriebsrat und die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt haben den Streit beendet, zu dem es im Zuge des Übernahmeversuchs durch den spanischen Rivalen ACS gekommen war. Ganz einfach war die Einigung nicht.

IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel: Die Gewerkschaft und die Hochtief-Betriebsräte haben ihren Streit beendet. Quelle: dpa

IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel: Die Gewerkschaft und die Hochtief-Betriebsräte haben ihren Streit beendet.

HB FRANKFURT. "Wir ziehen wieder an einem Strang. Wir haben alle Missverständnisse ausräumen können", sagte IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel nach einem Krisentreffen am Freitag in Frankfurt. Im Hochtief-Abwehrkampf hatte die Gewerkschaft ohne Absprache mit dem Betriebsrat eine einseitige Vereinbarung mit dem spanischen Angreifer ACS getroffen. Das hatte die Arbeitnehmerseite von Hochtief um Konzernbetriebsratschef Siegfried Müller gegen die eigene Gewerkschaft aufgebracht.

Das Krisentreffen habe länger gedauert als gedacht, gab Wiesehügel zu, "aber wir haben eine gemeinsame Lösung finden können und einstimmig eine Resolution verabschiedet". Der zuletzt abtrünnige Betriebsrat Müller bestätigte den Inhalt der Resolution: "Das ist das, was ich auch vertrete", sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Nun will der Hochtief-Betriebsrat Gespräche mit dem Hochtief-Vorstand bezüglich einer Sicherung der Arbeitsplätze führen.

Wiesehügel sieht kaum noch Möglichkeiten, dass Hochtief der Übernahme durch ACS entgehen kann. "Dies verhindern kann nur noch die Politik." Nach Gesprächen mit ACS rechnet Wiesehügel nun nicht mehr mit einer Zerschlagung von Hochtief.

Der ACS-Manager Angel Altozano habe ihm glaubhaft versichert, dass er Hochtief für ein erfolgreiches Unternehmen halte, sagte der IG Bau-Chef. Der Essener Konzern solle seine Struktur behalten.

ACS hält nach dem Ende der letzten Umtauschfrist 31,59 Prozent an Hochtief. Die Aktionäre, die ihre Aktien den Spaniern angedient haben, können aber noch innerhalb von sieben Bankarbeitstagen einen Rückzieher machen. Am 3. Februar wollen die Spanier das Endergebnis der Umtauschaktion bekanntgeben.

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