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30.01.2017

13:20 Uhr

Nachfolger für Gerhard Cromme

Snabe soll neuer Siemens-Aufsichtsratschef werden

VonAxel Höpner

Der Siemens-Aufsichtsrat hat sich nach jahrelanger Nachfolgedebatte auf einen neuen Chefaufseher verständigt: Der frühere SAP-Co-Chef Snabe soll das Amt übernehmen. Aktionärsschützer begrüßen den Schritt.

Jim Hagemann Snabe führte zeitweise den Software-Konzern SAP gemeinsam mit Bill McDermott. dpa

Jim Hagemann Snabe

Jim Hagemann Snabe führte zeitweise den Software-Konzern SAP gemeinsam mit Bill McDermott.

MünchenDer frühere SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe soll im kommenden Jahr neuer Aufsichtsratschef des Industriekonzerns Siemens werden, hat das Handelsblatt aus dem Umfeld des Aufsichtsrats erfahren. Der Nominierungsausschuss werde sich am Dienstag mit dem Thema beschäftigen.

Der amtierende Siemens-Chefaufseher Gerhard Cromme wolle den 51-jährigen Dänen dann voraussichtlich an diesem Mittwoch (1. Februar) auf der Hauptversammlung als seinen Wunschnachfolger benennen. Die formale Wahl Snabes zum Aufsichtsratsvorsitzenden wird aber frühestens gegen Ende des Jahres erwartet. Die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat haben sich den Informationen zufolge auf Snabe geeinigt. Crommes Amtszeit läuft noch bis zur Hauptversammlung im Jahr 2018.

Daniela Bergdolt, Geschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, begrüßte die Nachrichten. Siemens-Chef Joe Kaeser wolle Siemens zu einem der schlagkräftigsten Unternehmen der Digitalisierung und der Industrie 4.0 machen. „Mit Snabe hat er da sicher den richtigen Partner an seiner Seite“, sagte sie dem Handelsblatt.

Laut Industriekreisen wollte Cromme das Thema Nachfolge ursprünglich erst möglichst spät öffentlich thematisieren – weil er in seinem letzten Jahr nicht als „lame duck“, also als „lahme Ente“ gelten wolle. Der Druck von Investoren und wohl auch aus dem Unternehmen, endlich Klarheit zu schaffen, war aber groß. Ab dem Sommer könnte Kaesers Vertrag als Vorstandsvorsitzender über das Jahr 2018 hinaus verlängert werden.

Cromme hat das Amt seit 2007 inne und hatte seinerzeit Peter Löscher an die Führungsspitze des Elektrokonzerns geholt, der im Sommer 2013 nach mehreren Gewinnwarnungen und einem Führungschaos seinen Hut nahm. Löschers Nachfolger wurde Joe Kaeser.

Der künftige Aufsichtsratschef Snabe hatte den Software-Konzern SAP von 2010 bis 2014 zusammen mit dem amtierenden Chef Bill McDermott geführt und sich dann aus familiären Gründen von dem Chefposten zurückgezogen. Zuvor war er Forschungs- und Entwicklungsvorstand bei SAP.

Mit Material von dpa.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

30.01.2017, 14:28 Uhr

Siemens wurde schon längst verkauft an die Eliten dieser Welt. Ein Deutsches Unternehmen ist Siemens schon lange nicht mehr. Heinrich von Pierer war der letzte Deutsche Siemens Patriot noch. Danach ging der Ausverkauf von Siemens los.

Herr Max Marx

30.01.2017, 14:45 Uhr

Pierer war es ... der den Untergang einläutete. Dann kam der Versager Kleinfeld. Der Käse Joe ist nur noch Nachlassverwalter für eine schöne Bilanz.

Account gelöscht!

30.01.2017, 15:01 Uhr

@Ina Ingwer
Pierer war das Opfer und nicht der Täter. Der Täter kam aus Politik/Medien mit ihrer politischen Korrektheit eines unsinnigen Corporate Governance Kodex. Diese falsche Moral-Ethik ist es, die Siemens schlussendlich das Genick gebrochen hat. Hinzu kommt der Verkauf der Energiesparte an eine Energiewende Ideologie.
Dieser Corporate Governance Kodex ist nur dazu da, die Unternehmen und die freie Marktwirtschaft an die Leine einer sozialistischen Poltiik zu ketten.
Siemens hat sich mit diesen Corporate Governance Kodex selbst hingerichtet.

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