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21.01.2005

08:50 Uhr

Nachgeffragt: Thomas Ebeling

„Wir wachsen stärker als der Markt“

Thomas Ebeling ist Chef der Novartis-Sparte, die Geschäfte mit Originalmedikamente betreibt. Im Interview erklärt er, warum der Pharmabereich im 4. Quartal nicht mehr ganz so stark gewachsen ist und welchen Trend er für 2005 sieht.

Handelsblatt: Herr Ebeling, das Pharmageschäft von Novartis ist im 4. Quartal nicht mehr ganz so stark gewachsen wie zuvor. Verlieren Sie an Dynamik?

Thomas Ebeling: Das ist überwiegend marktbedingt. In den USA hat im zweiten Halbjahr sowohl das Volumenwachstum abgenommen als auch die Rate der Preissteigerungen. Gleichzeitig verfügten Regierungen in Japan und mehreren europäischen Ländern Preissenkungen. Dem konnte sich auch Novartis nicht völlig entziehen.

Wird sich der Trend 2005 fortsetzen ?

Wir gehen weiterhin davon aus, im hohen einstelligen Bereich zu wachsen – und damit stärker als der Gesamtmarkt, der um sieben bis acht Prozent zulegen dürfte.

Und dies, obwohl sich auch bei Bestsellern wie Diovan und Gleevec das Wachstum abschwächt?

Das liegt an den inzwischen sehr hohen Umsätzen, die wir mit diesen Produkten erzielen. Da kann man prozentual nicht mehr so stark zulegen. Diovan wird Anteile im Markt für Blutdrucksenker gewinnen. Wir sind zuversichtlich, in den nächsten Jahren mehr als 4 Mrd. Dollar Umsatz mit dem Medikament zu erzielen. Bei Krebsmitteln wie Gleevec, Zometa oder Femara werden wir unsere Position offensiv ausbauen.

Was bedeutet das für Gewinnentwicklung ?

Wir gehen davon aus, die operative Gewinnspanne im Pharmageschäft von Novartis in diesem Jahr auf dem Niveau des vergangenen Jahres zu halten. Wir haben aber mittelfristig den Ehrgeiz, noch etwas mehr zu machen.

Die Fragen stellten Siegfried Hofmann und Oliver Stock.

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