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21.01.2004

17:17 Uhr

Nachwehen der Übernahmewirren?

Wella dementiert Abgang des Personalvorstands

Personalvorstand Alfred Krämer verlässt den Darmstädter Haarpflegespezialisten Wella doch nicht. Ein Wirtschaftsmagazin hat über dessen bevorstehenden Weggang berichtet.

HB DARMSTADT. „Dies dementieren wir entschieden“, sagte eine Wella-Sprecherin am Mittwoch. Krämer verlasse das Unternehmen definitiv nicht. Das „manager magazin“ hatte zuvor vorab aus seiner Februarausgabe ohne Angabe von Quellen berichtet, Krämer verlasse voraussichtlich schon bald das Darmstädter Traditionsunternehmen. Dies hänge mit den Übernahmewirren bei Wella zusammen. Wella war vergangenes Jahr vom US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) übernommen worden. Die im Nebenwerteindex Mdax notierte Wella-Aktie lag am Mittwochnachmittag mit 0,37 Prozent im Plus bei 69,77 Euro.

Krämer ist derzeit im Wella-Vorstand für das Ressort New Business/Personal verantwortlich und steht nach dem Weggang von Axel Dietz Ende August 2003 im Vorstand kommissarisch auch der Consumer-Sparte des Unternehmens vor.

Der US-Konsumgüterkonzern P&G hatte vergangenes Jahr Wella für rund sechs Milliarden Euro übernommen, dabei aber nicht die notwendige Schwelle von 95 Prozent für das Hinausdrängen der Minderheitsaktionäre erreicht. P&G stößt bei der Übernahme von Wella nach wie vor auf den Widerstand einiger Vorzugsaktionäre, darunter einige Fonds. Diese lehnen einen Verkauf ihrer Papiere ab, da sie die gebotenen 65 Euro je Vorzugsaktie als zu niedrig ansehen. Für die Wella-Stammaktien hatte P&G 92,25 Euro je Anteilsschein geboten. Mitte Dezember hielt P&G nach Angaben von Wella 81,1 Prozent aller Wella-Aktien.

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