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17.01.2012

08:31 Uhr

Negativtrend

Pkw-Nachfrage in Europa bricht zum Jahresende ein

Der Automarkt in Europa ist zum Jahresende eingebrochen: Die Zahl der Neuzulassungen ist im Dezember deutlich zurückgegangen. Nur Deutschland konnte sich unter den größeren Ländern vom Negativtrend abkoppeln.

Ein VW-Passat Variant und ein Golf Cabrio (r) in einem Autoturm der Volkswagen Autostadt. dpa

Ein VW-Passat Variant und ein Golf Cabrio (r) in einem Autoturm der Volkswagen Autostadt.

FrankfurtDie Zahl der Pkw-Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten und drei EFTA-Ländern schrumpfte im Dezember um 5,8 Prozent auf 995.404 Fahrzeuge, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag mitteilte. In der Europäischen Union (EU27) lag das Minus bei 6,4 Prozent auf 953.108 Fahrzeuge. 2011 fiel die Zahl der Neuzulassungen in der EU um 1,7 Prozent auf 13,1 Millionen Fahrzeuge, womit der PKW-Markt in der EU zum vierten Mal in Folge im Gesamtjahr zurückging.

Im Dezember war der Absatzeinbruch bei den großen Ländern mit einem Minus von 17,7 Prozent in Frankreich und mit 15,3 Prozent in Italien am größten. Auch in Spanien und Großbritannien verbuchten die Hersteller leichte Absatzrückgänge. In Deutschland legte die Zahl der Neuzulassungen dagegen um 6,1 Prozent zu. Und das krisengebeutelte Griechenland musste ein Minus von 31,0 Prozent hinnehmen.

Auch die EU-weiten Verkäufe der deutschen Hersteller können sich insgesamt sehen lassen. Die VW-Gruppe konnte ihren Absatz um 7,5 Prozent und die BMW Group gar um 7,6 Prozent steigern. Opel und Ford mussten Rückgänge von 1,8 Prozent und 3,2 Prozent hinnehmen. Daimler rangierte mit plus 0,2 Prozent etwa auf dem Vorjahresniveau. Den größten Zuwachs in der EU verzeichnete der japanische Autobauer Nissan mit 13,5 Prozent mehr Verkäufen.

Die größten Autohersteller

General Motors

Der Autobauer hat im Jahr 2011 insgesamt 9 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und war damit Spitzenreiter der Branche. Auch bei der Forschung ist GM vorn mit dabei: Das Budget dafür beträgt 6,9 Milliarden Dollar (2010).

Volkswagen

Platz zwei beim Absatz: 8,4 Millionen Stück, bei der Forschung auf Platz drei (6 Milliarden Dollar).

Toyota

Platz drei: 8 Millionen Fahrzeuge haben die Japaner abgesetzt. Toyota ist auch bei der Forschung Spitze: Der japanische Konzern gab mit 8,5 Milliarden Dollar so viel für die Forschung aus wie keiner der Mitbewerber.

Hyundai

Platz vier für die Koreaner (mit Kia): 6,1 Millionen Stück, bei der Forschung mit 5,7 Milliarden Dollar ebenfalls Vierter.

BMW

Mit 1,7 Millionen abgesetzten Fahrzeugen auf Platz zwölf, bei der Forschung mit einem Budget von 4,1 Milliarden Dollar auf Platz acht.

Daimler

Platz 13 bei den Auslieferungen: 1,4 Millionen Stück, bei der Forschung auf Platz sieben (4,6 Milliarden Dollar).

Quellen: Ernst & Young (Absatz), Booz & Company, Unternehmensangaben (Forschungsausgaben)


Von

rtr

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