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23.01.2009

16:04 Uhr

Neubesetzung von Spitzenpositionen

Toyoda räumt bei Toyota auf

VonFinn Mayer-Kuckuk

Akio Toyoda, der künftige Chef des weltgrößten Autoherstellers Toyota, will offenbar Spitzenpositionen mit eigenen Leuten besetzen. Er werde aus dem 19-köpfigen Board neue Vorstandsmitglieder für die Posten der Vize-Chefs an seiner Seite auswählen, hieß es in Tokio. Zugleich sollten neue Gesichter in den Vorstand nachrücken. Ganz oben werden dafür vermutlich zwei graue Eminenzen Platz machen.

Der zukünftige Präsident bei Toyota, Akio Toyoda, plant einige personelle Veränderungen. Foto: reuters Reuters

Der zukünftige Präsident bei Toyota, Akio Toyoda, plant einige personelle Veränderungen. Foto: reuters

TOKIO. Bei Toyota heißt es, die Ex-Präsidenten Shoichiro Toyoda, 83, und Hiroshi Okuda, 76, würden ihren Rückzug aus dem Autokonzern anbieten.

Den Rücktritt hätten die älteren Herren als Gegenleistung für die Zustimmung des Boards zur Personalie Akio Toyoda angeboten, der Ende Juni Präsident wird. Shoichiro Toyoda ist derzeit Ehrenvorsitzender des Vorstandsrates. Okuda ist als Sonderberater Mitglied des Gremiums. Bei der Präsentation des jüngeren Toyoda als künftigem Präsidenten fiel auf, dass der derzeitige operative Chef Katsuaki Watanabe nur Vize-Chairman wird. Die Position des Chairman übernimmt stattdessen Ex-Präsident Fujio Cho (72).

Der jüngere Toyoda ist ein Enkel des Firmengründers und einer von fünf Vizepräsidenten. Die anderen vier sind in den vergangenen Jahren nicht durch größere Fehler oder Probleme aufgefallen – Ausnahme sind eine Reihe von Rückrufaktionen, die Experten jedoch mit dem schnellen Wachstum des Konzerns erklären.

Es gilt als wahrscheinlich, dass Toyoda personelle Änderungen vornimmt, um zu zeigen, wer Herr im Hause ist, und um Führungsstärke zu beweisen. Als weniger wahrscheinlich gilt die Version, dass Toyota mit der Tradition langfristiger Personalplanung bricht. Toyoda hält zumindest nach außen hin streng an den Prinzipien der Firmengründer fest. Überraschungsbesetzungen oder gar Abwerbungen von außen würden dazu nicht passen.

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