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17.01.2007

08:53 Uhr

Neue Allianzen in Sicht

Iveco verfolgt ehrgeizige Ziele

VonKatharina Kort

Die Lastwagen-Tochter des italienischen Fiat-Konzerns, Iveco, will den Umsatz innerhalb von vier Jahren um mehr als zehn Prozent auf zehn Mrd. Euro steigern. Gleichzeitig soll die Gewinnmarge bis zum Jahr 2010 im zweistelligen Bereich liegen. Um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen, will sich das Unternehmen weitere Unterstützung ins Boot holen.

LKW-Zulassungen: Marktanteile für 16-Tonner in West-Europa. Grafik: Handelsblatt

LKW-Zulassungen: Marktanteile für 16-Tonner in West-Europa. Grafik: Handelsblatt

MONTE CARLO. Das sagte der Fiat-Vorstandsvorsitzende Sergio Marchionne am gestrigen Dienstag in Monte Carlo. Im vergangenen Jahr hat der LKW-Hersteller nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden Paolo Monferino bei einer Gewinnmarge von sechs Prozent rund neun Mrd. Euro umgesetzt. Im Vorjahr lag die Marge noch bei 3,9 Prozent. Die genauen Zahlen wird das Unternehmen am 25. Januar mit den Quartalszahlen von Fiat bekannt geben.

Für die Fiat-Tochter sind das ehrgeizige Ziele. „Der Plan ist ambitioniert“, kommentiert ein Mailänder Analyst. Die Sparte hat zwar in den vergangenen Jahren, als die Autosparte Milliardenverluste einfuhr, stets mit einem Gewinn zum Ergebnis beigetragen. Doch im Vergleich zur internationalen Konkurrenz ist das Unternehmen deutlich weniger profitabel.

„Iveco ist die Sparte mit dem größten Potenzial, den Gewinn zu steigern“, sagte Marchionne am Dienstag über die Konzerntochter. Gerüchten über den Verkauf von Iveco oder einzelner Geschäftsbereiche von Iveco trat der Fiat-Chef entschieden entgegen. „Es ist kein Verkauf geplant.“ Die Gerüchte waren vor allem nach den Fusionsbemühungen von MAN und Scania aufgekommen. Der deutsche LKW-Hersteller MAN hatte versucht, den schwedischen Konkurrenten zu übernehmen. Die Übernahme ist jedoch jüngst sowohl an dem Widerstand des schwedischen Großaktionärs gescheitert als auch an dem von Volkswagen, das an beiden Unternehmen beteiligt ist. Selbst wenn MAN seine Offerte aufstockt, gilt die Fusion mittlerweile als unwahrscheinlich.

Nach Ansicht von Marchionne ist die Fusion zwischen zwei so starken Marken im Bereich der schweren Lastwagen ohnehin wenig sinnvoll. „Ich bin von der Strategie nicht überzeugt“, sagte er und weist auf Fiats Erfahrung bei der Zusammenführung der Landwirtschaftsmaschinenhersteller New Holland und Case im Jahr 1999 hin, bei der das Unternehmen viel Geld verloren hat: „Wir haben heute noch Narben, die sieben Jahre alt sind“, sagt Marchionne.

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