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17.03.2014

23:17 Uhr

Neue GM-Chefin

„Es sind schreckliche Dinge passiert“

Nach dem Rückruf von über drei Millionen Fahrzeugen, wagt die neue Chefin von General Motors die Flucht nach vorn. Es seien etwas schiefgegangen, sagt Mary Barra – und kündigt Veränderungen an.

„In unserem Ablauf ist etwas schief gegangen“, sagte Mary Barra. Reuters

„In unserem Ablauf ist etwas schief gegangen“, sagte Mary Barra.

DetroitMit ungewöhnlich deutlichen Worten hat sich GM-Chefin Mary Barra öffentlich für die aktuelle Pannenserie beim größten US-Autobauer entschuldigt. Probleme mit defekten Zündungen hatten den Opel-Mutterkonzern kürzlich zum Rückruf von 1,6 Millionen Fahrzeugen veranlasst. Mit den Schwierigkeiten werden Dutzende Todesopfer in Verbindung gebracht. „In diesem Fall ist in unserem Ablauf etwas schiefgegangen und schreckliche Dinge sind passiert“, sagte Barra am Montag in einer Videobotschaft. Bei Sicherheitstests wolle sie künftig höhere Maßstäbe anlegen.

Am selben Tag rief General Motors weitere 1,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Es handele sich dabei vor allem um in den USA verkaufte Geländewagen der Modelljahre 2010 bis 2013, bei denen es Probleme mit Airbags geben könne. Auch einige Vans und Limousinen würden wegen anderer Schwierigkeiten zurückgerufen. Weitere Modelljahre sowie nach Kanada, Mexiko und in einige andere Länder verkaufte Fahrzeuge seien auch betroffen.

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General Motors will kein Risiko mehr eingehen. Nachdem der Hersteller im Verdacht steht, einen Rückruf verschleppt zu haben und damit für Unfalltote verantwortlich zu sein, beordert GM weitere Modelle in die Werkstätten.

Mit dem neuen Rückruf hat GM in den vergangenen Monaten insgesamt mehr als drei Millionen Autos in die Werkstätten bestellt. Betroffen sind verschiedenste Modelle, die Probleme reichen bis hin zu defekten Brems-Teilen. Für die Rückrufaktionen stellt das Unternehmen aus Detroit im ersten Quartal 300 Millionen Dollar zurück.

Der Konzern steht insbesondere wegen der Todesfälle im Zusammenhang mit fehlerhaften Zündungen bei den älteren Modellen massiv unter Druck. Anders als GM gehen US-Verbraucherschützer davon aus, dass durch die defekten Zündungen mehr als 300 Menschen tödlich verunglückten. Inzwischen ermitteln staatliche Stellen, der Kongress plant Anhörungen und dem Unternehmen drohen Sammelklagen in den USA und in Kanada. Die Probleme waren seit 2001 bekannt.

GM-Aktien schlossen am Montag in einem freundlichen Marktumfeld 1,6 Prozent fester, nachdem sie in der vergangenen Woche unter dem Druck der Pannenserie rund zehn Prozent nachgegeben hatten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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18.03.2014, 09:14 Uhr

Neue Führung = Frau. Alte Führung = Mann = nur noch Fehler, Missmanagement und Abstauber. Viel Erfolg für diese Frau!

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