Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.07.2013

09:53 Uhr

Neue Märkte

Opel hofft auf China und USA

Der Automarkt in Europa liegt danieder, und mit ihm der deutsche Hersteller Opel. Doch jetzt darf die GM-Tochter auf neue Verkaufschancen außerhalb des Krisenkontinents hoffen – wenn auch nicht unter eigenem Namen.

Er soll Opel wieder flott machen: Karl-Thomas Neumann, neuer Chef des Autoherstellers. dpa

Er soll Opel wieder flott machen: Karl-Thomas Neumann, neuer Chef des Autoherstellers.

Der Autohersteller Opel darf auf neue Exportchancen hoffen: Die Tochter des US-Konzerns GM wird womöglich bald mehr nach China und die USA liefern, um die Auslastung der krisengeplagten europäischen Werke zu verbessern. „Unsere hier in Europa produzierten Modelle könnten – im Falle einer positiven Entscheidung – unter dem Logo der Schwestermarke Buick in Buick-Vertriebsnetzen verkauft werden“, sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann der „Allgemeinen Zeitung“ aus Mainz. Konkrete Absatz-Ziele nannte er nicht.

Opel Cascada im Handelsblatt-Test: Liebe auf den zweiten Blick

Opel Cascada im Handelsblatt-Test

Liebe auf den zweiten Blick

Viele denken, Opel baue solide, aber langweilige und wenig hochwertige Autos. Spätestens wer das Cabrio Cascada gefahren ist, muss dieses Vorurteil revidieren. Denn das bringt einen Hauch von Luxus in die Mittelklasse.

Die Wirtschaftskrise in Europa macht Opel schwer zu schaffen: Der Autoabsatz ist eingebrochen. Die Fabriken des Herstellers sind – ähnlich wie bei etlichen Konkurrenten – nicht ausgelastet, er fährt seit Jahren hohe Verluste ein. Da Opel innerhalb der GM-Gruppe auf Europa spezialisiert ist, verkauft der Hersteller bislang kaum in anderen Regionen. Diese Beschränkung könnte jetzt gelockert werden.

Das Schicksal der Firma entscheide sich allerdings in Europa, sagte Neumann: Das Heil in China zu suchen, „wäre völliger Quatsch“, betonte der 52-jährige Manager, der seit 1. März an der Spitze des Rüsselsheimer Autobauers steht. Noch im Mai hatte er einen „Markteintritt im großen Stil“ als aufwendig und zu teuer bezeichnet.

Neumann will zudem das Image von Opel wieder stärken. „Eine Marke kann man nicht zum Erfolg sparen“, sagte er der „Allgemeinen Zeitung“. „Egal wen Sie ansprechen: Jeder hat einen emotionalen Bezug zu Opel. Das müssen wir wieder nutzen und positiv besetzen.“ Negativschlagzeilen – etwa über die Schließung des Werkes in Bochum – hatten das Image des Herstellers schwer beschädigt.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

VW_Weltkonzern

05.07.2013, 11:24 Uhr

Neumann wird keine 2 Jahre durchhalten ... dann fliegt er. So wie immer!

Account gelöscht!

05.07.2013, 11:30 Uhr

Es gibt keinen Grund, warum Opel und Ford (Deutschland) nicht ebenso erfolgreich sein könnten wie die rein deutschen Autokonzerne, außer: ihre Muttergesellschaften, die sie blockieren (Beschränkung auf gewisse Regionen), ausbeuten und nach Belieben - auch intellektuell - aussaugen (Hauptgrund sind hierbei Steuergesichtspunkte und die Starken US-Gewerkschaften). Und dann wird in den Medien noch so getan, als ob die Muttergesellschaft die "armen" Töchter ständig mit Mrd retten müßten (damit bloß kein Gewinn im Hochsteuerland DE anfällt).

Das Ganze wird dann noch auf eine höhere Ebene gehoben, sobald unsere NSA-erpreßten Marionetten mit der Kolonialmacht USA (bzw. deren Hintermänner) ein "Freihandelsabkommen" aushandeln, dh. diktieren lassen. Dann wird das Ganze im kontinentalen Stil betrieben. Der Vampir der Wallstreet (und City-of-London) braucht neues Blut!

An_Interested_Reader

05.07.2013, 11:31 Uhr

It's not like he and opel have lots of options besides export attempt, but this is the same dream tried in the early 1970's and mid 1990's which ultimately did not work out as hoped.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×