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09.01.2006

19:13 Uhr

Neue Modellserien

BMW legt noch einen drauf

Das Jahr 2005 wird BMW in bester Erinnerung bleiben: Der bayerische Autobauer verkaufte mehr Wagen als der Erzrivale Mercedes-Benz. Auf den Lorbeeren wollen sich die Münchener aber nicht ausruhen. Neue Modellreihen sind in der Planung, auch bei den Töchtern Mini und Rolly Royce.

HB DETROIT. „Es geht weiter“, sagte Vorstandschef Helmut Panke am Montag auf der Automesse in Detroit . Bei der Kernmarke BMW gibt es bisher 10 Baureihen, 2 weitere sind schon länger angekündigt: eine Art sportlicher Minivan und ein Sportcoupé mit Elementen eines Geländewagens. Laut Panke werden zu diesen 12 Reihen weitere hinzukommen: „Dann sind es 14 oder 15“, sagte er. Entscheidungen seien aber noch nicht getroffen.

Auch die beiden britischen Töchter Mini und Rolls Royce sollen neue Modelle bekommen. „Wir werden Mini mit zusätzlichen Modellen ausweiten“, kündigte Panke an. Auf der Messe zeigt Mini bereits eine Art Kombi. Zwar seien bei der Tochter Rolls-Royce auch neue Produkte geplant, sagte Panke. „Aber nicht jetzt.“ Zunächst müsse die Positionierung der Marke abgeschlossen werde.

BMW hatte seinen Absatz auch wegen neuer Modelle im vergangenen Jahr um 10 Prozent gesteigert und damit zum ersten Mal seit 12 Jahren den ewigen Konkurrenten Mercedes hinter sich gelassen. Die Marke BMW setzte weltweit 1,127 Mill. Wagen ab. Mercedes-Benz hatte nur ein Plus von 1,6 Prozent auf 1,077 Mill. geschafft. „Mehr zu verkaufen als der Erzrivale, das tut gut“, sagte Panke.

Für 2006 sieht er nach eigener Aussage Raum für weiteres Wachstum und will erneut einen Spitzenwert erreichen. „Wir gehen davon aus, dass die BMW Group auch im Geschäftsjahr 2006 auf dem Wachstumspfad bleiben wird.“

Die BMW Gruppe inklusive Mini und Rolls-Royce setzte 2005 rund 1,328 Mill. Autos ab, das sind 9,9 Prozent mehr und ein Rekord. Der Absatz des Mini wuchs um 8,7 Prozent auf rund 200 000 Stück. Rolls-Royce stagnierte bei knapp unter 800 Stück.

BMW ist damit nach eigener Aussage der erfolgreichste Anbieter im Premiumsegment und stärker gewachsen als der Gesamtmarkt. Die wichtigen Modellreihen 3er, 5er und 7er lagen laut BMW weltweit in ihren Segmenten an der Spitze.

Das meistverkaufte Auto war die 3er-Reihe mit 230 000 Wagen vor dem 5er mit 228 000. Der Absatz beim 7er stieg um fünf Prozent auf 50 000 Stück. Der kompakte 1er kam im ersten vollen Modelljahr auf 149 000 Stück. Kräftig eingebrochen ist hingegen der Z4 Roadster, der 25 Prozent verlor und bei 29 000 Stück landete. Nach Ländern gesehen waren die USA der wichtigste Markt für die BMW Group mit 307 000 Fahrzeugen vor Deutschland mit 296 000 und Großbritannien mit 162 000. BMW-Motorräder legten um 5,6 Prozent auf 92 000 Maschinen zu.

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