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04.01.2012

16:03 Uhr

Neue Sparziele

GM fordert von Opel-Mitarbeitern Lohnverzicht

Bei Opel stehen die Zeichen auf Konfrontation: Weil die Zahlen des Konzerns eine negative Tendenz aufweisen, sollen die Mitarbeiter auf zugesagte Lohnerhöhungen verzichten. Die IG Metall schäumt und kündigt Gegenwehr an.

Opel-Mitarbeiter in Bochum. ap

Opel-Mitarbeiter in Bochum.

Frankfurt / RüsselsheimDie Mitarbeiter des angeschlagenen Autobauers Opel sollen auf einen Teil der für dieses Jahr geplanten Lohnerhöhung verzichten. Entsprechende Forderungen erhebt der amerikanische Mutterkonzern General Motors (GM) angesichts des in jüngster Zeit wieder schrumpfenden Absatzes und eines drohenden Milliardenverlusts bei Opel, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Betriebsrats- und Gewerkschaftskreise berichtete.

„Ich kann bestätigen, dass das Unternehmen an uns herangetreten ist, um zu eruieren, ob wir zu Verhandlungen bereit sind“, sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild, der im Opel-Aufsichtsrat sitzt. „Wir haben geantwortet, dass wir keine Veranlassung zu Verhandlungen sehen.“ Es gebe einen bis 2014 geltenden Vertrag, der auch vom GM-Management unterzeichnet sei. Nach Darstellung der Adam Opel AG steht eine neuerliche Sparrunde bei den Löhnen der 40.000 Mitarbeiter in Europa nicht zur Diskussion. Es gehe lediglich um die Ausgestaltung des Sanierungsbeitrags, dem die Arbeitnehmer schon 2010 zugestimmt hätten, sagte ein Sprecher. Bis 2014 sollen die europäischen Opel-Beschäftigten demnach jährlich 265 Millionen Euro zur Sanierung beitragen.

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Der Opel-Betriebsrat teilte mit, derzeit gebe es keine Verhandlungen zwischen Betriebsrat, IG Metall und der Geschäftsleitung. Die Arbeitnehmervertretung verwies darauf, dass der neue Betriebsratsvorsitzende erst am 13. Januar dieses Jahres gewählt wird. Nachfolger des bisherigen Betriebsratschefs Klaus Franz soll Wolfgang Schäfer-Klug werden.

Die IG Metall erklärte, das Unternehmen habe die Verhandlungsbereitschaft der Gewerkschaft ausgelotet. Aus Sicht der IG Metall gebe es aber keine Veranlassung zu Verhandlungen.

Kommentare (9)

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svebes

04.01.2012, 17:28 Uhr

na da haben die Amis, wie vorher schon, vermutlich wieder nur die Gewinne steuerfrei nach Amiland transferiert und diese Nieten in Nadelstreifen "sozialisieren" jetzt wieder ihr Missmanagement. Sozialisieren heisst in dem Fall alles auf das deutsche Sozialsystem abzuwälzen.

Fritz

04.01.2012, 18:47 Uhr

Wo haben sie u. Opel denn ihre Sozialabgaben bezahlt , in Amiland oder in Deutschland ?

Fritz

04.01.2012, 18:57 Uhr

Ein unternehmen welches permanent vor der Pleite steht erwartet zu unrecht von seinen ( sicher gut bezahlten Mitarbeitern ) dass sie auf ein teil ihrer Einkommenserhöhung verzichten ???
Hallo !!! Schon mal ein einem anderen bereich der Wirtschaft gearbeitet ? Da wird in einem solchen Fall über Monate hinweg kein Lohn/Gehalt gezahlt .
Glauben sie wirklich noch ihr Arbeitsplatz bei Opel ist sicher ??? Dann sind sie naiver als der Großteil der deutschen denken .
Und blauäugiger als ihr Betreuer im Arbeitsamt sie einschätzt .

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