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07.08.2011

14:18 Uhr

Neue Strategie

Infineon setzt auf Chipkartensparte

VonJoachim Hofer

ExklusivInfineons Geschäft mit Chipkarten hinkt den anderen Divisionen bislang hinterher. Jetzt soll der Bereich neue Märkte erobern.

Infineon trimmt seine bislang kleinste Sparte auf Erfolg. Quelle: ap

Infineon trimmt seine bislang kleinste Sparte auf Erfolg.

MünchenInfineon hat mit seinem kleinsten Geschäftsfeld große Pläne: Die Chipkartensparte soll in den nächsten Jahren kräftig zulegen. „Wir rechnen im Schnitt mit einem jährlichen Wachstum von fünf bis sieben Prozent“, sagte Helmut Gassel, der Chef der Division, dem Handelsblatt.

Der Münchener Halbleiterhersteller ist mit seiner Chipkartensparte zwar seit Jahren der größte Anbieter von SIM-Karten für Handys und auch auf Geldkarten rund um den Globus vertreten. Doch der Wettbewerb ist hart und die Margen dünn. Deshalb hat Spartenchef Gassel neue Marktsegmente im Blick, etwa das Bezahlen per Mobiltelefon. Auch Sicherheitschips für Notebooks gehören zu den viel versprechenden jungen Geschäftsfeldern.

Infineon gehört derzeit zu den am stärksten wachsenden Halbleiterherstellern der Welt. Weil es so gut läuft, steckt Infineon viel Geld in zusätzliche Kapazitäten. Angst, schon bald auf ungenutzten Maschinen sitzenzubleiben, hat Gassel nicht: „Wir investieren mit Bedacht“, sagt er. „Es gibt für alle Investitionen eine solide Basis.“

Gerade auf dem Feld der sogenannten Security-Chips rechnet sich Manager Gassel Chancen aus. So liefern die Spezialisten von Infineon jetzt zum Beispiel Sicherheits-Chips für Laptops von Samsung, die mit dem neuen Betriebssystem Chrome von Google laufen. Der Internet-Riese hat diese Art von Halbleitern vorgeschrieben für alle Computerlieferanten, die Chrome nutzen. Die Bauteile sollen sicherstellen, dass die Geräte nicht manipuliert werden und Fremde so Zugriff auf die Daten bekommen.

Infineon ist auch einer der wichtigsten Hersteller von Chips für die Near Field Communication, kurz NFC. Mit ihr wird das Zahlen per Handy möglich. NFC-Chips werden jetzt erstmals in großer Zahl in Smartphones eingebaut. Smartphones sind kleine Computer, mit denen sich auch telefonieren lässt.

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