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12.08.2013

09:01 Uhr

Neue Strategie

Opel-Chef Neumann will weniger Rabatte geben

ExklusivMit Karl-Thomas Neumann soll Opel die Kehrtwende gelingen. Dafür will der neue Chef die Marke mit dem Blitz wieder aufpolieren - und die Zahl der rabattierten Fahrzeuge deutlich senken.

Modell Adam: Der Opel-Kleinwagen soll in den nächsten Jahren zur Modellreihe ausgebaut werden. dpa

Modell Adam: Der Opel-Kleinwagen soll in den nächsten Jahren zur Modellreihe ausgebaut werden.

RüsselsheimAuf Europas Automarkt tobt eine Rabattschlacht, doch im Wettbewerb um Marktanteile will Opel-Chef Karl-Thomas Neumann künftig stärker auf Nachlässe verzichten. „Ich möchte die kommenden Modelle gleich richtig positionieren und von dieser Nachlasskultur runterkommen“, sagte Neumann im Interview mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Obwohl die Zahl der Tageszulassungen derzeit zurückgefahren werde, habe Opel den Marktanteil ausgebaut.

Im ersten Halbjahr 2013 waren laut einer Studie des Center Automotive Research 39 Prozent aller zugelassenen Neuwagen von Opel Eigenzulassungen. Bei Volkswagen (30 Prozent) und Ford (20 Prozent) fällt dieser Wert deutlich niedriger aus.

Um sich künftig im Markt zu behaupten, will Neumann außerdem das Image der Marke Opel entstauben. „Es ist wirklich eine Schande, dass die Marke Opel heute den großartigen Produkten eher im Weg steht, als dass sie hilft“, so Neumann. Künftig solle Opel daher vor allem für drei Begriffe stehen: deutsch, nahbar und aufregend. Damit der Imagewechsel gelingt, hatten die Rüsselsheimer zuletzt die Henkel-Marketingmanagerin Tina Müller verpflichtet.

International soll Opel sich künftig stärker mit der GM-Tochter Buick ergänzen. Die Kernmarke solle sich aber weiterhin vor allem auf den schwierigen europäischen Markt beschränken. „Es würde jetzt viel zu viel Zeit und Geld kosten, die Marke Opel global auszurichten“, sagte Neumann. Zunächst wolle sich Opel darauf konzentrieren, im Bereich der kleinen und kompakten Fahrzeuge wie dem Adam attraktive Modelle anzubieten. Derzeit belegen die GM-Schwestermarken Opel und Vauxhall in Europa mit acht Prozent Marktanteil den vierten Platz hinter VW, Peugeot/Citroën (PSA) und Renault.

Das vollständige Interview mit Opel-Chef Karl-Thomas Neumann finden Sie im Handelsblatt Shop.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Kommentare (1)

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awso

12.08.2013, 11:34 Uhr

VW und Mercedes stellen sicher auch keine besseren Autos her, aber sie beherrschen die Kommunikation. Einzig Autobild läßt sich nicht kaufen...

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