Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.08.2013

13:50 Uhr

Neue Studie

Deutsche Maschinen oft zu teuer für China

Chinesische Kunden greifen wegen dem Preis-Leistungsverhältnis deutscher Maschinenbauer häufiger bei lokalen Anbietern zu. Wollen die Deutschen auf dem Markt nicht ins Hintertreffen geraten, müssen sie sich anpassen.

Die deutsche Investitionsgüterindustrie lieferte 2012 Maschinen und Anlagen im Wert von 17 Milliarden Euro nach China. Im Vorjahr waren es noch 19 Milliarden Euro gewesen. ap

Die deutsche Investitionsgüterindustrie lieferte 2012 Maschinen und Anlagen im Wert von 17 Milliarden Euro nach China. Im Vorjahr waren es noch 19 Milliarden Euro gewesen.

DüsseldorfDeutsche Maschinenbauer bieten in China oft zu teure und hochwertige Maschinen an. Das ergab eine mit dem Branchenverband VDMA entwickelte und am Donnerstag veröffentlichte Studie der Universität Mannheim. Mit ihren leistungsstarken, im Vergleich aber teuren Anlagen träfen die deutschen Anbieter nicht immer die Preis-Leistungserwartungen der chinesischen Kunden. Die Gefahr, dass diese dann lieber bei lokalen Anbietern zugriffen, sei groß. Um im weltweit größten Maschinenbaumarkt nicht ins Hintertreffen zu geraten, müssten die deutschen Konzerne ihre Angebote besser auf die lokalen Bedürfnisse zuschneiden.

VDMA-Präsident Thomas Lindner betonte: „Hat man das Potenzial, in China langfristig orientiert vorzugehen, dann sollte man es auch anpacken. Ich meine, es ist besser, selbst in die Höhle des Löwen zu gehen, anstatt zu warten, bis die chinesische Konkurrenz irgendwann in der eigenen Höhle auftaucht.“

Größte Baumaschinenhersteller der Welt (Umsatz 2011)

35 Milliarden Dollar

Caterpillar (USA)

21,8 Milliarden Dollar

Komatsu (Japan)

10 Milliarden Dollar

Volvo (Schweden)

10 Milliarden Dollar

Hitachi (Japan)

7,9 Milliarden Dollar

Liebherr (Schweiz/Deutschland)

7,9 Milliarden Dollar

Sany (China)

7,2 Milliarden Dollar

Zommlion (China)

6,5 Milliarden Dollar

Terex (USA)

5,8 Milliarden Dollar

Doosan (Korea)

5,4 Milliarden Dollar

John Deere (USA)

Quelle: KHL Group via statista.de

China ist mit 678 Milliarden Euro Umsatz in 2012 der mit Abstand weltweit größte Markt für Maschinen gefolgt von den USA mit 330 Milliarden Euro. In den vergangenen neun Jahren wuchs der chinesische Markt nach Berechnungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) jährlich um durchschnittlich rund 27 Prozent. Die deutsche Investitionsgüterindustrie lieferte 2012 Maschinen und Anlagen im Wert von 17 Milliarden Euro nach China. Im Vorjahr waren es noch 19 Milliarden Euro gewesen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×