Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.07.2013

18:35 Uhr

Neue Technologien

Linde sieht Chancen für Algen als Energiequelle

Reichen bald einige Tonnen Algen, um Rohöl herzustellen? Der Linde-Konzern will zusammen mit Saphhire Energy die Kommerzialisierung der neuen Technologie vorantreiben. Noch befinden sie sich in der Pilotphase.

Die Alge Haematococcus und andere Algenarten sollen in einer Pilotanlage in Hamburg Kohlendioxid aus dem Abgas eines Kraftwerkes filtern und in Biomasse umwandeln. Die Masse kann zu Biodiesel oder Biogas verarbeitet werden. Einem ähnlichen Verfahren bedienen sich auch Linde und Saphhire Energy. dpa

Die Alge Haematococcus und andere Algenarten sollen in einer Pilotanlage in Hamburg Kohlendioxid aus dem Abgas eines Kraftwerkes filtern und in Biomasse umwandeln. Die Masse kann zu Biodiesel oder Biogas verarbeitet werden. Einem ähnlichen Verfahren bedienen sich auch Linde und Saphhire Energy.

MünchenDer Linde-Konzern will sich stärker als bisher in der Entwicklung von Algen als Energiequelle engagieren. Die Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Sapphire Energy werde ausgeweitet, teilte der DAX-Konzern am Dienstag in München mit. Bei der Kooperation geht es um die Kommerzialisierung einer neuen Technologie, mit der Algen-Biomasse im großen Maßstab zu Rohöl verarbeitet werden kann.

Sapphire wendet das Verfahren bereits im Pilotmaßstab an. Diese Technologie wollen Linde und Sapphire zusammen lizenzieren und vermarkten.

Die größten Solarmodulhersteller der Welt

Platz 9: Hanwha Solar One und REC (Norwegen und Korea)

Das Research-Team des Handelsblatts hat aus Daten von Bloomberg, des Marktforschers IHS und Unternehmensangaben die aktuell zehn größten Solarmodul-Hersteller der Welt ermittelt. Die Liste dürfte vor allem für die Deutschen ernüchternd sein.

Den zehnten Platz teilen sich das koreanische Unternehmen Hanwha Solar und das norwegische Unternehmen REC. Beide verkauften 2012 jeweils Solarmodule mit einem Erzeugungspotenzial von 750 Megawatt.

Platz 8: Sun Power (USA)

Das 1985 im US-amerikanischen Silicon Valley gegründete Unternehmen Sun Power machte im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz und verkaufte Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 850 Megawatt.

Platz 7: Jinko Solar (China)

Auf dem siebten Platz befindet sich das chinesische Unternehmen Jinko Solar. Es setzte 2012 mit Auslieferungen von Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität in Höhe von 900 Megawatt insgesamt 591 Millionen Euro um.

Platz 6: Sharp (Japan)

Zu den großen Gewinnern beim Ranking 2012 gehört Sharp. Das Unternehmen lieferte im vergangen Jahr Solarmodule mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1050 Megawatt aus. 2011 waren es noch 725 MW, was Sharp damals den 16. Platz in der Weltrangliste brachte.

Platz 5: Suntech (China)

Der chinesische Konzern Suntech stürzte mit verkauften Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität von geschätzt 1390 Megawatt vom ersten Platz im Jahr 2011 auf den fünften Platz ab. Im April musste das Unternehmen seine Zahlungsunfähigkeit mitteilen und ist nun offenbar auf der Suche nach einem strategischen Investor.

Platz 4: Canadian Solar (Kanada)

Das Unternehmen Canadian Solar wurde erst im Jahr 2001 im kanadischen Ontario gegründet. Nun befindet es sich bereits auf dem vierten Platz der Weltrangliste. Im Jahr 2012 verkaufte es Solarmodulen mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1550 Megawatt.

Platz 3: Trina Solar (China)

Das chinesische Unternehmen Trina Solar schaffte einen großen Sprung vom fünften Platz 2011 auf den dritten Platz 2012. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 1600 Megawatt aus.

Platz 2: First Solar (USA)

Der US-Konzern First Solar belegt unverändert den zweiten Platz in der Weltrangliste der größten Solarmodulhersteller. 2012 lieferte es Produkte mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1800 Megawatt aus.

Platz 1: Yingli Solar (China)

Absolute Weltspitze ist das chinesische Unternehmen Yingli Solar. Der Konzern arbeitete sich von Platz 4 in 2011 hoch mit Auslieferungen von Solarmodulen von 2300 Megawatt im vergangenen Jahr.

Bestandteil der Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen, die mindestens fünf Jahre lang gilt, ist auch der Bau einer Produktionsanlage für Algenkraftstoff. „Wir arbeiten seit zwei Jahren gemeinsam an einem kosteneffizienten CO2-Versorgungssystem für kommerzielle Algenkultivierungsanlagen und konnten uns davon überzeugen, dass Sapphire in der Lage ist, Algen als umweltfreundliche und wirtschaftliche Energiequelle nutzbar zu machen“, sagte Vorstand Aldo Belloni. Linde und Sapphire arbeiten seit Mai 2011 zusammen.

Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht genannt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×