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10.09.2011

17:13 Uhr

Neue Werke

Volkswagen auf weltweitem Expansionskurs

Volkswagen baut bis zu acht neue Werke - davon mindestens zwei in China. Mit ihrem kompromisslosen Expansionskurs wollen die Wolfsburger zum weltweit größten Autobauer aufsteigen.

VW will expandieren, vor allem in China. dpa

VW will expandieren, vor allem in China.

WolfsburgDem ersten Paukenschlag folgt gleich der zweite: Nach der verschobenen Fusion mit Porsche bläst Martin Winterkorn zur Offensive. Kurz vor Beginn der IAA in Frankfurt in der kommenden Woche will der Chef von Europas größtem Autobauer Volkswagen keine Zweifel am weiteren Wachstumskurs des weltumspannenden Konzerns laut werden lassen. 

Bis zu acht neue Werke sollen die Expansion des Branchenriesen bis 2018 sicherstellen - dem Jahr, in dem die Wolfsburger die Erzrivalen Toyota und General Motors spätestens von der Spitze verdrängt haben wollen. Die Erklärung des Vorstandsvorsitzenden in einem am Samstag veröffentlichten Interview des Fachblatts „Automotive News Europe“ hört sich lapidar an, lässt sich aber auch als Kampfansage an die Konkurrenz und Aufbäumen gegen die unsichere Autokonjunktur lesen. 

„Für mehr Volumen braucht man zusätzliche Kapazitäten“, sagt Winterkorn - und deutet Milliardenausgaben rund um den Globus an. Innerhalb der nächsten sieben Jahre werde man „um die 70 Werke betreiben“, kündigt der VW-Chef an. Zurzeit unterhalten die Wolfsburger 62 Produktionsstätten mit fast 400.000 Beschäftigten. Wenigstens zwei der neu geplanten Standorte sollen die Nachfrage auf dem Haupt-Wachstumsmarkt China direkt an der Quelle bedienen. 

Erst vor zwei Wochen hatte die VW-Führungsriege im Reich der Mitte das 20-jährige Bestehen ihres Joint-Ventures mit dem heimischen Hersteller FAW gefeiert. Nun soll im China-Geschäft abermals aufs Tempo gedrückt werden: „Wenn der Markt dort weiterhin so wächst, sind sogar weitere Standorte denkbar“, sagt der Cheflenker, der in dem aufstrebenden Riesenland ein „Gravitationszentrum“ erkennt. 

Bis zum Zieljahr der „Strategie 2018“ - VW will dann zehn Millionen Autos verkaufen - könnte der China-Absatz aller Hersteller von Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen um mehr als die Hälfte auf über 28 Millionen Stück zulegen, schätzt Winterkorn. 

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