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08.03.2014

02:50 Uhr

Neuer Ärger bei Boeing

Haarrisse verzögern „Dreamliner“-Produktion

Neue Probleme für den US-Flugzeugbauer Boeing: Wegen Haarrissen an Tragflächen des „Dreamliners“ soll sich die Produktion von 42 Jets verzögern. Eigentlich sollten pro Monat zehn Maschinen ausgeliefert werden.

Verzögerung bei Boeing: Wegen möglicher Haarrisse in den Tragflächen soll sich die Produktion von 42 „Dreamliner“ hinaus ziehen. Reuters

Verzögerung bei Boeing: Wegen möglicher Haarrisse in den Tragflächen soll sich die Produktion von 42 „Dreamliner“ hinaus ziehen.

New YorkBei Boeings pannengeplagtem Langstreckenflieger 787 „Dreamliner“ hat sich ein neues Problem aufgetan: Bei etwa 40 noch in der Produktion befindlichen Maschinen besteht die Gefahr von Haarrissen in den Tragflächen. Bereits ausgelieferte Maschinen seien nicht betroffen, erklärte ein Firmensprecher am Freitag. Die Aktie fiel nachbörslich nur leicht.

Der japanische Zulieferer Mitsubishi Heavy Industries hatte Boeing demnach informiert, dass eine Änderung im Produktionsverfahren zu den Rissen führen kann. Boeing untersucht nun jedes möglicherweise in Mitleidenschaft gezogene Flugzeug und repariert es nötigenfalls. „Es wird zwischen einer und zwei Wochen dauern, das Problem zu beheben“, erklärte der Sprecher in einer E-Mail.

Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ von dem neuerlichen Problem beim „Dreamliner“ berichtet, das sich in eine ganze Pannenserie einreiht. Das Modell besteht aus leichten Carbonfasern statt des üblichen Aluminiums, was die Entwicklung und Produktion verkomplizierte und die Erstauslieferung um mehr als drei Jahre verzögerte. Wegen feuergefährlicher Batterien musste die gesamte Flotte dann Anfang 2013 für drei Monate am Boden bleiben.

Die Haarrisse können die Auslieferung einzelner Maschinen verzögern. Boeing hielt aber am Ziel fest, in diesem Jahr 110 „Dreamliner“ an die Kunden zu übergeben. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr. Der „Dreamliner“ ist trotz aller Probleme bei den Fluggesellschaften beliebt, weil er wenig Sprit verbraucht und weite Strecken fliegen kann. Das Konkurrenzmodell Airbus A350 erscheint erst 2015.

Von

dpa

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