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03.03.2004

11:26 Uhr

Neuer Branchenführer

Interbrew und AmBev: Fusion zum Brauerei-Riesen

Der belgische Bierkonzern und der brasilianische Brauer übernehmen ab sofort die weltweite Markführerschaft im Biersektor. Am Mittwoch wurde die Fusion beider Konzerne zu InterbrewAmBev bestätigt, die in der zweiten Jahreshälfte über einen Aktientausch abgewickelt werden soll.

Auch die Marke Becks zählt zum belgischen Konzern Interbrew.

Auch die Marke Becks zählt zu Interbrew. Foto: dpa

HB BRÜSSEL. Der belgische Bierkonzern Interbrew und der brasilianische Brauer Companhia de Bebidas das Américas (AmBev) schließen sich zur weltweit größten Brauerei-Gruppe zusammen. Damit übernehmen beide Konzerne die Marktführerschaft auf dem Biersektor.

Interbrew und AmBev, bisher Nummer drei und fünf der Branche, verdrängen mit einer gemeinsamen Jahresproduktion von zusammen 190 Mill. Hektoliter den US-Braukonzern Anheuser-Busch klar vom Spitzenplatz. Der Zusammenschluss solle durch den Tausch von Aktien vollzogen werden, teilte Interbrew am Mittwoch in Brüssel mit. Die Fusion solle in der zweiten Jahreshälfte 2004 abgeschlossen sein.

Interbrew-Chef John Brock werde auch den neuen Konzern führen, der seinen Firmensitz in Belgien haben werde, hieß es weiter. In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt Spekulationen über die Fusion der weltweit viert- und fünftgrößten Brauerei gegeben. Interbrew ist durch Zukäufe (Diebels, Beck's, Gilde/Hasseröder, Münchener Spaten) auch zum Marktführer in Deutschland geworden.

Interbrew wird den Angaben zufolge im Rahmen des Geschäfts 141,7 Mill. neue Aktien ausgeben, um den AmBev-Anteilseigner Braco komplett zu übernehmen. Dadurch erhalte Interbrew einen 21,8-prozentigen Anteil an AmBev. AmBev werde seinerseits 9,5 Mrd. Stammaktien und 13,8 Mrd. Vorzugsaktien an Interbrew ausgeben und Schulden der Belgier von 1,5 Mrd. Dollar übernehmen, um so die kanadische Interbrew-Tochter Labatt zu erwerben. AmBev kauft demnach auch den 30-prozentigen Anteil von Interbrew an der mexikanischen Brauerei Femsa Cerveza SA de CV sowie den 70-prozentigen Interbrew-Anteil an Labatt USA.

Zuvor hatte Interbrew mitgeteilt, dass sich wegen der umsatzschmälernden Effekte der Euro-Stärke der Gewinn pro Aktie im vergangenen Jahr auf 1,45 Euro nach 1,51 Euro im Vorjahr verringerte.

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