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02.10.2014

09:00 Uhr

Neuer Geländewagen

Wird der SUV Seat retten?

ExklusivSeat will aufrüsten: 2016 soll die Volkswagen-Tochter ihre Palette der Geländewagen um einen SUV erweitern. Das neue Modell soll das Unternehmen endlich in die Gewinnzone bringen.

Seat baut die Leon-Familie weiter aus und verpasst dem Kombi auch noch Offroad-Gene. Durch serienmäßigen Allradantrieb und einen 184-PS-starken Diesel will Seat-Chef Jürgen Stackmann mit dem Leon X-Perience neue Kunden für das Sorgenkind des Konzerns gewinnen. AP

Seat baut die Leon-Familie weiter aus und verpasst dem Kombi auch noch Offroad-Gene. Durch serienmäßigen Allradantrieb und einen 184-PS-starken Diesel will Seat-Chef Jürgen Stackmann mit dem Leon X-Perience neue Kunden für das Sorgenkind des Konzerns gewinnen.

DüsseldorfDie spanische Volkswagen-Tochter Seat erwägt, ihr Angebot an sportlichen Geländewagen zu erweitern. „Das Segment wächst und ist für die sportliche Marke Seat maßgeschneidert“, sagte Seat-Chef Jürgen Stackmann dem Handelsblatt (Zeitungsausgabe). Neben dem für 2016 geplanten kompakten Geländewagen könnte der Autobauer einen weiteren sogenannten SUV in seine Angebotspalette aufnehmen. Diese würde laut Stackmann kleiner als das bislang geplante Modell sein.

Bislang ist Seat anders als seine Konzernschwestern VW, Audi und Skoda nicht im SUV-Segment vertreten. Der seit Mai vergangenen Jahres amtierende Firmenchef verspricht sich von dem Einstieg in das Wachstumssegment zusätzlichen Schwung für die Konzernmarke.

Die VW-Sparten im Überblick

Volkswagen Pkw

Die Kernmarke des Volkswagen-Konzerns litt im Jahr 2013 unter der Absatzschwäche. Mit 4,7 Millionen verkauften Fahrzeugen schrumpfte der Absatz um 2,2 Prozent. Der Umsatz ging sogar um 4,4 Prozent zurück. Immerhin erwirtschaftet die Kernmarke noch ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro.

Audi

Die Premiumtochter aus Ingolstadt konnte die Verkäufe steigern. Mit 1,35 Millionen verkauften Fahrzeugen steht unterm Strich ein Plus von 3,85 Prozent. Auch der Umsatz legte leicht auf 49,88 Milliarden Euro zu. Unter Strich steht trotzdem ein deutlicher Rückgang beim Profit um rund 6,3 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

Skoda

Mit günstiger VW-Technik konnte die tschechische Tochter in den vergangenen Jahren die Kunden locken. Im Jahr 2013 lief es schlechter. Mit 719.000 verkauften Fahrzeuge ging der Absatz um 1,2 Prozent zurück. Der Umsatz fiel es ebenfalls leicht schlechter aus und beträgt nun 10,32 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis hat das deutliche Spuren hinterlassen. Der Gewinn beträgt 522 Millionen Euro und damit satte 26,7 Prozent weniger.

Seat

Das spanische Sorgenkind kommt bei den Verkaufszahlen wieder auf die Bein 459.000 Fahrzeuge verkauften die Spanier im Jahr 2013 - ein Plus von rund sieben Prozent. Auch der Umsatz legt um rund sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Euro zu. Unterm Strich steht aber immer noch ein Verlust von 152 Millionen Euro, der immerhin um vier Millionen reduziert wurde.

Porsche

Die Profitmaschine aus Zuffenhausen treibt erstmals das operative Ergebnis des VW-Konzerns an. Seit der Integration im August 2012 hat der Sportwagenbauer einen Profit von 1,46 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Umsatz beträgt nun 7,03 Milliarden Euro. Der Absatz von Porsche wurde auch 78.000 Fahrzeuge taxiert.

Bentley

Bald soll die Luxus-Autoschmiede einen Nobel-SUV an den Start bringen. Dieses Jahr legt der Absatz um 21 Prozent auf 11.000 verkaufte Fahrzeuge. Auch beim Umsatz steht bei 1,68 Milliarden Euro ein Plus von 15,5 Prozent. Der Gewinn der britischen Nobeltochter legt um satte 68 Prozent auf 168 Millionen Euro zu.

VW Nutzfahrzeuge

Die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns schwächelt weiter. Der Absatz stagniert bei 436.000 verkauften Fahrzeuge. Der Umsatz schrumpft ebenfalls leicht auf 9,37 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legt dagegen um 6,4 Prozent zu auf 448 Millionen Euro.

Scania

Die schweren Schweden verkaufen wieder mehr. Mit 80.000 verkauften Lkws stieg der Absatz um 19,4 Prozent, auch der Umsatz legt um 11,2 Prozent auf 10,36 Milliarden Euro zu. Mit 974 Millionen Euro ist das operative Ergebnis rund 4,7 Prozent besser als im Vorjahr.

MAN

Mit einem Beherrschungsvertrag sitzt VW längst auch bei den Münchenern am Steuer. Der Absatz des Lkw-Bauers legte im Gesamtjahr 2013 leicht auf 140.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Der Umsatz sinkt dagegen leicht auf 15,86 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis steht unterm Strich ein Gewinn von 319 Millionen Euro - ein Rückgang um satte 61 Prozent.

VW Finanzdienstleistungen

Mit einem Umsatzplus von 10,8 Prozent leistet die Finanztochter des VW-Konzerns mittlerweile einen ordentlichen Beitrag zum Konzernergebnis. Das operative Ergebnis legte im Jahr 2013 um 17,5Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zu.

Seat ist es bis jetzt trotz erheblicher Unterstützung von der VW-Gruppe nicht gelungen, die Gewinnzone zu erreichen. Mit der verbreiterten Angebotspalette soll dies aber bis 2018 möglich werden. „Uns ist wichtig, dass wir nachhaltig profitabel sind und nicht nur einmal“, bekräftigte Stackmann. Einen Rückzug der Konzernmutter, über den immer wieder spekuliert wurde, sieht er nicht: „Wir haben dabei die volle Rückendeckung vom gesamten Konzernvorstand und insbesondere vom Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn“, sagte er.

Von

mur

Kommentare (1)

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Frau Heike Schneider

02.10.2014, 19:29 Uhr

Wiss ihr Ihr wer euch den Markt versaut. Die Immobilienbesitzer!

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