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10.10.2014

13:35 Uhr

Neuer Milliarden-Deal

Daimler will lokale Produktion in China ausbauen

Daimler will seine Produktion in China ausbauen. Die Stuttgarter stehen vor einem neuen Milliarden-Deal mit ihrem chinesischen Partner BAIC. Sorgen vor einem technologischen Striptease hat man offenbar nicht mehr.

Daimler-Chef Dieter Zetsche und BAIC-Chairman Heyi Xu besiegeln im Februar 2013 den Einstieg der Deutschen bei dem chinesischen Autobauer. dpa

Daimler-Chef Dieter Zetsche und BAIC-Chairman Heyi Xu besiegeln im Februar 2013 den Einstieg der Deutschen bei dem chinesischen Autobauer.

gart/BerlinDer Autobauer Daimler will seine Position in China mit einem neuen Milliarden-Deal festigen. Die Stuttgarter und ihr chinesischer Partner Beijing Automotive (BAIC) wollen am Freitag in Berlin eine Vereinbarung zum Ausbau der Kompaktwagen-Fertigung im Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz (BBAC) unterschreiben.

Wie der Dax-Konzern mitteilte, sollen eine Milliarde Euro in die lokale Produktion weiterer Kompaktmodelle fließen. Die Summe ist Teil eines früheren Abkommens über Investitionen von insgesamt vier Milliarden Euro bis 2015.

Chinas Premierminister Li Keqiang sollte am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin zusammentreffen.

Größte ausländische Autohersteller in China

Platz 10

BMW - 326.000 verkaufte Fahrzeuge

China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Und BMW dringt in die Top Ten vor: Im Vorjahresvergleich legt der Absatz um beachtliche 40 Prozent zu. Auf den Plätzen folgen Suzuki, Daimler und Mazda.

Platz 9

Ford - 427.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner machen Boden gut, was sie ebenfalls dem Inselstreit zu verdanken haben. Im Vorjahresvergleich bleibt ein sattes Plus von 31 Prozent.

(Anm. d. Red.: Erfasst wurden nur Pkw-Verkäufe)

Platz 8

Peugeot-Citroën - 442.000 verkaufte Fahrzeuge

Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen. Der Absatz legt um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Platz 7

Kia - 512.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 18 Prozent gehören sie mittlerweile zu den erfolgreichen Volumenherstellern in China.

Platz 6

Honda - 603.000 verkaufte Fahrzeuge

Honda muss ebenfalls Einbußen hinnehmen - wie die anderen japanischen Hersteller in China ebenfalls. Im Vorjahresvergleich steht ein Minus von drei Prozent.

Platz 5

Toyota - 841.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner müssen sich mit Rang fünf begnügen, vor allem im September hatte es einen herben Rückschlag der Verkaufszahlen auf gerade einmal 50.000 Stück gegeben. Im Gesamtjahr bleibt ein Absatzminus von fünf Prozent.

(Anm. d. Red.: Angabe laut Reuters)

Platz 4

Hyundai - 847.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner verdrängen Toyota auf Rang fünf und sind indirekter Nutznießer des Inselstreits. Die Hyundai-Verkäufe legten 2012 um zwölf Prozent zu.

Platz 3

Nissan - 1,18 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der Streit um eine Inselgruppe zwischen China und Japan hat die Absatzzahlen der Japaner deutlich in die Knie gedrückt. Im Gesamtjahr gab es für Nissan ein Minus von fünf Prozent.

Platz 2

Volkswagen - 2,81 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Wolfsburger können das größte Wachstum der Massenhersteller in der Volksrepublik vorweisen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Volkswagen-Verkäufe um 24 Prozent zugelegt.

Platz 1

General Motors - 2,84 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner verteidigen hauchdünn die Spitzenposition in China. Im Jahresvergleich hat GM um elf Prozent zugelegt.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Am Rande der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen wurden auch weitere Vertragsabschlüsse mit deutschen Unternehmen erwartet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Peter Weber

10.10.2014, 14:48 Uhr

"Know-how"-Transfer durch die Hintertür!

Spätestens (!) in 3 Jahren haben alle in China produzierenden Automobilunternehmen den Wissenstand von Daimler!

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