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23.01.2013

19:00 Uhr

Neuer US-Pharmakonzern

Abspaltung zahlt sich für AbbVie aus

Die ehemalige Abbott-Tochter AbbVie kommt nach der Abspaltung ganz gut zurecht. Der Vorrat an verkaufsstarken Medikamenten ist reich gefüllt und im vergangenen Quartal gab es ein deutliches Umsatzplus.

AbbVie konzentriert sich auf schwere Krankheiten wie Multiple Sklerose, Krebs, Alzheimer, Parkinson und Hepatitis C. dpa

AbbVie konzentriert sich auf schwere Krankheiten wie Multiple Sklerose, Krebs, Alzheimer, Parkinson und Hepatitis C.

New YorkDer neue US-Pharmakonzern AbbVie ist mit einem gut gefüllten Vorrat an verkaufsstarken Medikamenten in die Eigenständigkeit gestartet. Gemessen an den Geschäften mit dem erfolgreichen Arthritis-Medikament Humira und anderen rezeptpflichtigen Arzneien zahlt sich die Abspaltung für AbbVie aus, wie am Mittwoch aus dem Bericht der ehemaligen Muttergesellschaft Abbott Laboratories zum vierten Quartal hervorgeht. Der New Yorker Pharma- und Diagnostikkonzern hatte unlängst sein forschendes Pharmageschäft als neue Firma mit dem Namen „AbbVie" in die Eigenständigkeit entlassen. Sein Debüt an der New Yorker Börse hatte AbbVie am 2. Januar.

Im Schlussquartal 2012 stiegen die Umsätze mit den nun AbbVie gehörenden Medikamenten um 7,4 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Den dämpfenden Einfluss des starken Dollars herausgerechnet wäre das Plus mit 8,5 Prozent noch stärker ausgefallen. Die Erlöse mit dem Top-Mittel Humira kletterten um 23 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Analysten trauen Humira zu, in diesem Jahr das weltweit umsatzstärkste Medikament zu werden. An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die AbbVie-Aktie legte 2,1 Prozent auf 37,20 Dollar zu.

AbbVie konzentriert sich auf schwere Krankheiten wie Multiple Sklerose, Krebs, Alzheimer, Parkinson und Hepatitis C. Das Unternehmen testet derzeit mehr als 20 Wirkstoffe in der mittleren und späten Phase der klinischen Entwicklung. Zum Phase-III-Programm gehört auch ein Wirkstoff gegen Hepatitis C, dem Analysten große Marktchancen zutrauen. Neue Medikamente müssen vor einer Zulassung erst drei klinische Testreihen am Menschen bestehen. In Deutschland besitzt das Unternehmen, das weltweit rund 21.000 Beschäftigte hat, ein großes Forschungszentrum in Ludwigshafen.

Von

rtr

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