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20.06.2017

16:52 Uhr

Neues Focus-Modell

Ford verlegt Produktion von Mexiko nach China

Ford hat kostspielige Investitionspläne für eine Produktion des neuen Focus in Mexiko komplett zusammengestrichen. Das neue Modell wird ab der zweiten Jahreshälfte 2019 zunächst größtenteils in China gebaut.

Der US-Autobauer möchte das neue Focus-Modell nun doch nicht mehr in Mexiko fertigen. Reuters

Ford

Der US-Autobauer möchte das neue Focus-Modell nun doch nicht mehr in Mexiko fertigen.

DetroitDer US-Autobauer Ford will sein neues Focus-Modell für den heimischen Markt doch nicht in Mexiko herstellen. Ab 2019 werde der Focus im chinesischen Chongqing gefertigt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. US-Präsident Donald Trump hatte den geplanten Bau von Kompaktwagen in Mexiko heftig kritisiert. Mexiko ist das siebtgrößte Produktionsland der Branche weltweit, ein Drittel der Autoimporte in die USA stammen von dort. Trump will die Autoindustrie aber zu mehr Jobs und Produktion in den USA zwingen.

Der Beschluss sei in den vergangenen Monaten gefallen, erklärte Ford. Der Konzern hat bereits ein Werk in Chongqing. Ursprünglich hatte Ford geplant, die Focus-Herstellung ab Mitte 2018 vom US-Bundesstaat Michigan nach Mexiko zu verlegen. In Michigan soll dann das neue Ranger-Modell vom Band laufen.

Ford: Autobauer bestätigt massiven Stellenabbau

Ford

Autobauer bestätigt massiven Stellenabbau

Die Stammbelegschaft von Ford in Nordamerika und Asien soll um zehn Prozent schrumpfen. Der zweitgrößte US-Autohersteller will durch den Stellenabbau Kosten senken. Abfindungen sollen Anreiz zum Ausstieg sein.

Durch die Entscheidung für China spart Ford eigenen Angaben zufolge rund 500 Millionen Dollar an Produktionskosten ein. Arbeitsplätze in den USA seien nicht gefährdet, beteuerte das Unternehmen. Ohnehin baue Ford mehr Autos in den USA als jeder andere Konzern.

Nichts geändert hat sich an dem Plan, dass die Produktion des Focus-Modells in den USA 2018 enden soll. Allerdings will Ford rund 900 Millionen Dollar in eine Fabrik in Louisville im US-Staat Kentucky stecken, in der große SUV-Stadtgeländewagen hergestellt werden. Das sichere 1000 Jobs in den USA, hieß es.

Das sind die wertvollsten Autokonzerne

Platz 10

Subaru – Marktkapitalisierung: 30 Milliarden Euro*

Der Einstieg in die wertvollsten zehn ist eine Überraschung. Der japanische Autobauer Subaru lässt Riesen wie PSA, Fiat-Chrysler und Renault hinter sich. Das hat einen Grund: die Japaner arbeiten mit größerer Marge als alle Konkurrenten.

Quelle: CAM Bergisch-Gladbach; Stand: 12/ 2016

Platz 9

Tesla – Marktkapitalisierung: 33 Milliarden Euro

In den vergangenen Jahren hat der Elektropionier Milliardenverluste angehäuft. Die Investoren sind von der Vision einer emissionsfreien Mobilität aber weiterhin elektrisiert. Darum gehören die Kalifornier weiterhin zu den wertvollsten Autobauern.

Platz 8

Nissan – Marktkapitalisierung: 40 Milliarden Euro

Der Gewinn der Japaner schwächelte zuletzt. Doch durch die globale Aufstellung scheint Nissan durchaus krisenresistenter zu sein als mancher Konkurrent. Ein neue CEO soll die Japaner nun zurück in die Erfolgsspur führen.

Platz 7

Ford – Marktkapitalisierung: 45 Milliarden Euro

Seit Jahren produziert Ford mit dem F-150 das meistverkaufte Auto der USA. Und auch in Europa erwirtschaftet man zuletzt einen Milliardengewinn. Dennoch schwächelte der Aktienkurs zuletzt spürbar.

Platz 6

Honda – Marktkapitalisierung: 50 Milliarden Euro

Ein weiterer Japaner, den in Deutschland nur wenige auf dem Zettel haben. Doch gerade in Asien und den USA kann Honda durchaus Achtungserfolge vorweisen. Das reicht für einen Platz unter den wertvollsten Autokonzernen.

Platz 5

General Motors – Marktkapitalisierung: 50 Milliarden Euro

Mit dem Verkauf von Opel trennen sich die Amerikaner von ihrem defizitären Europageschäft und wollen damit ihre Rentabilität weiter steigern. Auch unter Mary Barra bleibt GM der wertvollste amerikanische Autokonzern.

Platz 4

BMW – Marktkapitalisierung: 57 Milliarden Euro

BMW-Chef Harald Krüger will mit einer Modelloffensive den Titel als größter Premiumautobauer von Daimler zurückerobern. Im Vergleich der wertvollsten Autokonzerne verpassen die Münchener das Treppchen.

Platz 3

VW – Marktkapitalisierung: 68 Milliarden Euro

Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Kurs der VW-Aktie fast halbiert. Schuld ist der Betrug beim Diesel. Trotz der hohen Verluste landen die Wolfsburger noch unter den drei wertvollsten Autokonzernen der Welt.

Platz 2

Daimler – Marktkapitalisierung: 76 Milliarden Euro

Das Beste oder Nichts – mit diesem Motto gehen die Schwaben seit einigen Jahren auf Kundenfang. Im Vergleich der wertvollsten Konzerne muss man sich allerdings mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Dafür ist Daimler der wertvollste Premiumautobauer.

Platz 1

Toyota – Marktkapitalisierung: 182 Milliarden Euro

Den Titel als größter Autobauer der Welt haben die Japaner an VW verloren. Das stört die Aktionäre allerdings nicht im Geringsten. Denn bei Gewinn und Marge kann Toyota trotz eines schwachen Jahres kaum ein Volumenhersteller das Wasser reichen.

Vor rund einem Monat hatte Ford nach nur knapp drei Jahren den Chef ausgetauscht, Entwicklungschef Jim Hackett übernahm für Mark Fields das Ruder. Dieser hatte im vergangenen Jahr die Produktionsverlagerung von Kleinwagen nach Mexiko angestoßen. Gegenüber seinem Plan der Produktion in Mexiko summierten sich die Investitionseinsparungen nun auf eine Milliarde Dollar, hieß es.

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