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05.11.2013

10:56 Uhr

Neues Joint Venture

Thyssen-Krupp will Anlagenbau stärken

Ein neues Joint Venture mit dem Namen Thyssen-Krupp Uhde Clorine Engineers soll den Essener Stahlkonzern bei seinem Anlagengeschäft unterstützen. Damit will man auch vermehrt im Rohstoffgeschäft punkten.

Thyssen-Krupp strebt neue Kooperationen und Geschäftsfelder an. dpa

Thyssen-Krupp strebt neue Kooperationen und Geschäftsfelder an.

DüsseldorfThyssen-Krupp baut mit einem italienischen Partner sein Anlagengeschäft aus. Der Mischkonzern gründe mit der in Mailand ansässigen Technologiefirma De Nora ein Gemeinschaftsunternehmen für die Planung und Errichtung von Elektrolyseanlagen, teilten die Essener am Dienstag mit. An dem Joint Venture mit dem Namen Thyssen-Krupp Uhde Clorine Engineers soll der Dax-Konzern die Mehrheit halten. Hauptsitz des Unternehmens, das auf einen Jahresumsatz im mittleren dreistelligen Millionenbereich komme, sei Dortmund.

Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger will den Mischkonzern mit rund 150.000 Mitarbeitern stärker auf das Technologiegeschäft und weniger auf das konjunkturanfällige Stahlgeschäft ausrichten. „Der Anlagenbau ist ein wichtiges Wachstumsfeld für unseren Konzern”, sagte der Manager am Dienstag. Er will neben dem Anlagenbau auch das Geschäft mit Aufzügen ausbauen.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Im Elektrolyseverfahren werden Chlor und Natronlauge hergestellt, die von der chemischen Industrie genutzt werden. Hiesinger verwies darauf, dass der Konzern mit den Anlagen auch von der steigende Nachfrage nach Energie, Rohstoffen und Nahrungsmitteln profitieren wolle. Während Thyssen-Krupp im Anlagenbau breit aufgestellt ist, soll De Nora seine Erfahrungen mit elektrochemischen Technologien in das Joint Venture einbringen. De Nora beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter und ist auch in den USA, China und Südostasien vertreten.

Von

rtr

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