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24.10.2013

14:03 Uhr

Neues Werk eröffnet

Volkswagen erobert China

Volkswagen eröffnet das nächste Werk in China. In Ningbo wird der Superb von Skoda gebaut. Die bisherigen Investitionen im Reich der Mitte zahlen sich aus. Die lokale Produktion soll das Wachstum weiter hoch halten.

Volkswagen weitet die Produktion in China aus. dpa

Volkswagen weitet die Produktion in China aus.

PekingVolkswagen hat in China erneut ein Werk aufgemacht. Nur einen Monat nach dem Produktionsstart im südchinesischen Foshan eröffnete Konzernchef Martin Winterkorn am Donnerstag in der Stadt Ningbo im Osten des Landes einen weiteren Standort. Mit einer Kapazität von 300.000 Autos pro Jahr sei das neue Werk „ein wichtiger strategischer Stützpfeiler“ für weiteres Wachstum auf dem weltweit größten Markt für Volkswagen, teilte das Unternehmen mit.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat der Konzern in China bereits 18 Prozent mehr Autos verkauft. 2012 waren es insgesamt 2,81 Millionen. Bis 2018 will VW seine Kapazität im Reich der Mitte auf vier Millionen Wagen ausbauen. „Dieses Werk in Ningbo wird ein Treiber, um das volle Potenzial in den Märkten südlich und westlich von Shanghai auszuschöpfen“, wird Martin Winterkorn in der Mitteilung zitiert.

Größte ausländische Autohersteller in China

Platz 10

BMW - 326.000 verkaufte Fahrzeuge

China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Und BMW dringt in die Top Ten vor: Im Vorjahresvergleich legt der Absatz um beachtliche 40 Prozent zu. Auf den Plätzen folgen Suzuki, Daimler und Mazda.

Platz 9

Ford - 427.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner machen Boden gut, was sie ebenfalls dem Inselstreit zu verdanken haben. Im Vorjahresvergleich bleibt ein sattes Plus von 31 Prozent.

(Anm. d. Red.: Erfasst wurden nur Pkw-Verkäufe)

Platz 8

Peugeot-Citroën - 442.000 verkaufte Fahrzeuge

Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen. Der Absatz legt um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Platz 7

Kia - 512.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 18 Prozent gehören sie mittlerweile zu den erfolgreichen Volumenherstellern in China.

Platz 6

Honda - 603.000 verkaufte Fahrzeuge

Honda muss ebenfalls Einbußen hinnehmen - wie die anderen japanischen Hersteller in China ebenfalls. Im Vorjahresvergleich steht ein Minus von drei Prozent.

Platz 5

Toyota - 841.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner müssen sich mit Rang fünf begnügen, vor allem im September hatte es einen herben Rückschlag der Verkaufszahlen auf gerade einmal 50.000 Stück gegeben. Im Gesamtjahr bleibt ein Absatzminus von fünf Prozent.

(Anm. d. Red.: Angabe laut Reuters)

Platz 4

Hyundai - 847.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner verdrängen Toyota auf Rang fünf und sind indirekter Nutznießer des Inselstreits. Die Hyundai-Verkäufe legten 2012 um zwölf Prozent zu.

Platz 3

Nissan - 1,18 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der Streit um eine Inselgruppe zwischen China und Japan hat die Absatzzahlen der Japaner deutlich in die Knie gedrückt. Im Gesamtjahr gab es für Nissan ein Minus von fünf Prozent.

Platz 2

Volkswagen - 2,81 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Wolfsburger können das größte Wachstum der Massenhersteller in der Volksrepublik vorweisen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Volkswagen-Verkäufe um 24 Prozent zugelegt.

Platz 1

General Motors - 2,84 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner verteidigen hauchdünn die Spitzenposition in China. Im Jahresvergleich hat GM um elf Prozent zugelegt.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

In Ningbo wird zunächst der Superb von Skoda gebaut. Weitere Modelle von Volkswagen und Skoda werden folgen. China-Vorstand Jochem Heizmann lobte die Kooperation mit den chinesischen Partnern bei dem neuen Projekt, das in weniger als zwei Jahren rund 150 Kilometer südlich des Shanghaier Standortes Anting hochgezogen worden ist. In dem Werk, das zusammen mit dem Joint-Venture-Partner Shanghai Automotive (SAIC) gebaut wurde, sind 5700 Menschen beschäftigt.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Prophet

24.10.2013, 15:46 Uhr

Es ist noch gar nicht so lange her, da hieß es:"Wir können unsere westliche Lebensweise nicht nach China exportieren." Das würde die Umwelt zerstören, wenn achthundert Millionen Chinesen auch noch anfangen, Auto zu fahren.
Heute sind deutsche Firmen die ersten, die gar nicht genug Fahrzeuge nach China liefern können. Gier frißt eben doch Hirn. Mit gesundem Menschenverstand hat das jedenfalls nichts zu tun. Was da fahrlässig zerstört wird, ist die Lebensgrundlage von allen lebewesen auf diesem Planeten. So etwas darf nicht mit möglichen Gewinnen gerechtfertigt werden. warum werden solche Leute nicht zur Rechenschaft gezogen?

Account gelöscht!

24.10.2013, 16:29 Uhr

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