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16.03.2004

13:45 Uhr

Neues Werk in Brasilien

Conti zieht es verstärkt in Billiglohnländer

Der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental baut seine Produktion in Billiglohnländern weiter aus. Ein neues Werk in Brasilien und die Ausweitung eines Joint Ventures in Malaysia stehen aktuell auf dem Plan.

HB HANNOVER. Insgesamt investiere Conti 250 Mill. € in den Ausbau der Kapazitäten, teilte das in Hannover ansässige Unternehmen am Dienstag mit. „Mit dieser zukunftsweisenden Entscheidung setzen wir unsere Expansion in wachstumsstarke Märkte fort. Außerdem bauen wir unsere Produktion an Standorten mit niedrigen Kosten konsequent weiter aus“, kommentierte Conti-Chef Manfred Wennemer.

Continental hatte bereits seit längerem den Bau eines Reifenwerks in Südamerika geplant, um sich weiter vom Euro-Kurs unabhängig zu machen und die Probleme im US-Reifengeschäft in den Griff zu bekommen. Dort schreibt das Unternehmen seit Jahren Verluste. Die Ertragswende ist bis 2005 geplant.

Bis 2008 werde durch die Maßnahmen eine zusätzliche jährliche Kapazität von sieben Mill. Pkw-Reifen und 700 000 Nutzfahrzeugreifen geschaffen, hieß es. Produktionsstart des neuen Werks im brasilianischen Camacari für Pkw-Reifen soll Ende 2005/Anfang 2006 sein. Ein Jahr später soll dort auch mit der Produktion von Lkw-Reifen begonnen werden. In Brasilien würden mehr als 1000 Arbeitsplätze geschaffen. In Malaysia, wo die Produktion über das Joint Venture mit Sime Darby bereits vor dem Start des neuen Werks in Brasilien hochgefahren werde, entstünden etwa 200 neue Stellen.

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