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15.10.2013

09:41 Uhr

Neunjahreshoch

Industrie feiert hohen Beschäftigungsstand

5,3 Millionen Mitarbeiter zählt die deutsche Industrie aktuell. Das sind so viele wie zuletzt 2005. Doch nicht alle Branchen profitieren von den positiven Beschäftigungszahlen.

Wie im Leipziger Porsche-Werk gibt es überall in deutschen Fabriken viele Mitarbeiter. dpa

Wie im Leipziger Porsche-Werk gibt es überall in deutschen Fabriken viele Mitarbeiter.

BerlinDie deutsche Industrie zählt trotz des kraftlosen Aufschwungs so viele Mitarbeiter wie seit fast neun Jahren nicht mehr. In den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes arbeiteten im August knapp 5,3 Millionen Personen. „Das ist der höchste Beschäftigtenstand seit 2005”, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um 19.000 oder 0,4 Prozent.

Am stärksten stiegen sie in der Fahrzeugindustrie mit 1,4 Prozent, gefolgt von den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren und den Maschinenbauern mit jeweils 0,8 Prozent. In der Metallbranche gab es dagegen einen Rückgang um 1,2 Prozent, bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen von 0,9 Prozent.

Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie

2009

Die Erhöhung der Löhne und Gehälter betrug insgesamt 4,2 Prozent in zwei Stufen: zum 1. Februar 2,1 Prozent, zum 1. Mai weitere 2,1 Prozent. Für November/Dezember 2008 und Januar 2009 wurde ein Einmalbetrag von 510 Euro vereinbart, ein weiterer von 122 Euro für September 2009. Von Januar bis April 2010 war eine weitere Einmalzahlung von jeweils 0,4 Prozent vorgesehen. Der Vertrag lief über 18 Monate vom 1. November 2008 bis zum 30. April 2010.

2010

Der Entgelttarifvertrag wurde im Zuge der Wirtschaftskrise vom 1. Mai bis zum 31. März 2011 ohne Anhebung verlängert. Zum Ausgleich erhielten die Beschäftigten zwei Einmalbeträge von je 160 Euro am 1. Mai und am 1. Dezember.

2011

Vom 1. April an gab es wie in der Tarifeinigung 2010 beschlossen ein Plus von 2,7 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten bis 31. März 2012.

2012

Nach einem Nullmonat im April wurden die Löhne und Gehälter vom 1. Mai 2012 an um 4,3 Prozent angehoben. Die Vereinbarung lief am 30. April 2013 nach 13 Monaten aus.

2013

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten, in den ersten beiden gibt es keine Erhöhung. Von Juli an steigen Löhne und Gehälter um 3,4 Prozent, vom Mai 2014 an nochmal um 2,2 Prozent.

Im August nahmen die geleisteten Arbeitsstunden um 2,3 Prozent auf 639 Millionen Stunden ab. Allerdings zählte der Monat diesmal einen Arbeitstag weniger als 2012. Die Verdienste lagen bei rund 19,3 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 3,7 Prozent entspricht. In der Statistik werden nur Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten geführt.

Von

rtr

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