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18.10.2013

12:35 Uhr

Neuordnung

GM schenkt Tochter Opel Russland

Russland wird Opel-Land: General Motors schlägt den Rüsselsheimern das Geschäft in Putins Riesenreich zu. Das könnte nicht nur den Absatz kräftig ankurbeln, sondern auch die deutschen Opel-Werke besser auslasten.

Produktion des Opel Adam in Eisenach: Die Werke in Deutschland könnten wegen des Russland-Zuschlags bald stärker ausgelastet werden. dpa

Produktion des Opel Adam in Eisenach: Die Werke in Deutschland könnten wegen des Russland-Zuschlags bald stärker ausgelastet werden.

HamburgDer US-Autobauer General Motors gibt seiner Tochter Opel die Hoheit über das Geschäft in Russland. Die Aktivitäten in den osteuropäischen Land würden Anfang 2014 in den europäischen Konzernteil von GM eingegliedert, teilte Opel am Freitag mit.

Damit können sich die Rüsselsheimer künftig den Absatz in Russland zurechnen, der bisher als Teil der internationalen Aktivitäten von GM von Asien aus gesteuert wird. Für Opel eröffnet sich damit zugleich eine Chance, durch Exporte die wegen der Krise auf dem Heimatmarkt unterbeschäftigten Werke besser auszulasten.

„Alle Prognosen weisen darauf hin, dass sich Russland in den kommenden Jahren zur größten Absatzregion Europas entwickeln wird“, sagte GM-Europachef Chef Karl-Thomas Neumann, der auch Opel führt. Das Land ist für GM nach Deutschland und Großbritannien bereits der drittgrößte Absatzmarkt in Europa. Im vergangenen Jahr verkaufte Opel in Russland 81.000 Fahrzeuge und lag damit auf Rang 13 weit hinter der ebenfalls zu dem US-Konzern gehörenden Tochter Chevrolet, die mit 205.000 Wagen auf Platz zwei hinter Marktführer Lada rangierte. Opel verkauft in normalen Jahren in Europa etwa eine Million Fahrzeuge.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Ob durch die Neuordnung auch die Chancen steigen, dass Opel früher als geplant die Gewinnzone erreicht, ist unklar. Denn GM veröffentlicht keine Ergebniszahlen für einzelne Länder. Der Detroiter Konzern will seine chronisch defizitäre Europatochter durch Einsparungen und eine Modelloffensive bis 2016 in die schwarzen Zahlen führen.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

18.10.2013, 13:45 Uhr

Zitat : GM schenkt Tochter Opel Russland

- so ein Geschenk hätte ich auch gerne. Dann würde ich das Geschenk an die Russen verkloppen...!!!!!!!!

surveyor

18.10.2013, 14:06 Uhr

Wieder mal soll OPEL die Aufbau- Arbeit in Russland für GM erledigen. Wenn der Laden dann gut läuft, wird GM kräftig absahnen und OPEL geht erneut leer aus! Typisch für GM und auch für das sehr einseitige deutsch-amerikanische Verhältnis....

scharfschuetze

18.10.2013, 14:25 Uhr

Noch nie hat ein Ami irgendwas verschenkt. Ausser er will es unbedingt loswerden. Und kriegt es nicht verkauft, weil es keiner will.

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