Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.12.2016

06:21 Uhr

Neutralitätsabkommen

Siemens und Gewerkschaften beschließen Regeln für US-Standorte

Siemens und Vertreter der Gewerkschaften haben ein Neutralitätsabkommen für alle Standorte in den USA abgeschlossen und damit Rechte für die Beschäftigten gesichert. Die IG Metall setzt auf ein konstruktives Miteinander.

Das Neutralitätsabkommen sichert den Beschäftigten unter anderem die Gründung von Betriebsräten. dpa

Siemens

Das Neutralitätsabkommen sichert den Beschäftigten unter anderem die Gründung von Betriebsräten.

MünchenDie IG Metall setzt nach einem Abkommen für Siemens in den USA auf ein konstruktives Miteinander zwischen Gewerkschaften und Management in den US-Werken des Elektrokonzerns. Nach monatelangen Verhandlungen sei ein sogenanntes Neutralitätsabkommen für alle Siemens-Standorte in den USA geschlossen worden, sagte IG-Metall-Vorstand und Siemens-Aufsichtsrat Jürgen Kerner der Deutschen Presse-Agentur in München.

Darin bekenne sich Siemens unter anderem zum Recht der Beschäftigten auf die Gründung von Betriebsräten, erläuterte die IG Metall. Zudem sei ein Komitee ernannt worden, in dem die fünf wichtigsten Gewerkschaften vertreten sind, und das als dauerhafter Verhandlungs- und Dialogpartner vom Siemens-Management in den USA anerkannt sei. Mit der Vereinbarung setze man auf gegenseitige Anerkennung und Respekt, hieß es bei der IG Metall. Als Erfolg wertete die Gewerkschaft, dass das Abkommen noch vor dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident unter Dach und Fach gebracht wurde. Nach Einschätzung der IG Metall könnten während Trumps Präsidentschaft anti-gewerkschaftliche Kräfte in den USA Auftrieb erhalten.

Vorstand Roland Busch: Siemens' geheimer Kronprinz

Vorstand Roland Busch

Premium Siemens' geheimer Kronprinz

Roland Busch hat bei Siemens schon einige knifflige Aufgaben gelöst, sein Einfluss wird immer größer. Im Unternehmen sehen ihn einige schon als logischen Nachfolger von Joe Kaeser. Aber noch fehlt im das gewisse Etwas.

Ein Siemens-Sprecher erklärte, man betrachte lokale Gewerkschaften als wichtige Partner. „Vereinbarungen wie diese ermöglichen es, uns global auf gemeinsame Unternehmensrichtlinien zu verständigen und diese zugleich mit lokalen Gesetzen in Einklang zu bringen.“

Siemens hat in den USA an mehr als 500 Standorten rund 50 000 Beschäftigte, rund 3500 davon sind Gewerkschaftsmitglieder. Eine unternehmensweite Mitbestimmung nach deutschem Vorbild ist dort per Gesetzgebung nicht vorgesehen. Auf Wunsch der Belegschaften können aber lokale Arbeitnehmer-Interessenvertretungen gebildet werden, die etwa über Arbeitsbedingen in einzelnen Werken verhandeln können.

Wie konfliktträchtig das sein kann, zeigt das Beispiel Volkswagen: Der Konzern lehnt für sein US-Werk in Tennessee die Autogewerkschaft UAW als Tarifpartner ab. Denn der Versuch der Gewerkschaft, in einer Abstimmung die Mehrheit der Mitarbeiter hinter sich zu sammeln, war vor zwei Jahren gescheitert. Im Dezember 2015 stimmte dann eine kleine Gruppe von Facharbeitern für die UAW als Interessenvertretung. VW verweigert aber die Anerkennung mit Verweis auf den Sonderstatus der Spezialisten, die die Maschinen im Werk instand halten. Zuletzt gab es deshalb Kritik von US-Arbeitsminister Thomas Perez.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

29.12.2016, 15:11 Uhr

@ALLE

Gott sei Dank fällt der 1.Januar dieses Jahr auf einen Sonntag,stellt Euch vor es wäre Montag, dann könnte man wieder einen Tag weniger kommentieren. :(
Der erste Feiertag, 26. Dez., war doch schon fürchterlich. :(
Am schönsten ist es, wenn Heiligabend an einem Freitag ist :)

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×