Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.05.2013

17:46 Uhr

Neuzulassungen

Auto-Käufer erhalten weniger Rabatte

ExklusivDie Nachlässe auf Neuwagen gehen zurück. Das Niveau bleibt mit durchschnittlich 12,8 Prozent aber hoch. Auffällig ist der Rückgang der Rabatte bei Modellen von Volkswagen.

Golf 7 in einem VW-Autohaus: Niedrigere Rabatte bei VW-Modellen. dpa

Golf 7 in einem VW-Autohaus: Niedrigere Rabatte bei VW-Modellen.

DüsseldorfDie Anzeichen mehren sich, dass der deutsche Automarkt die Talsohle durchschritten haben könnte. Im April stieg die Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent. Und nun sinken die Nachlässe, mit deren Hilfe Hersteller und Händler das Geschäft in Deutschland ankurbeln wollten.

Im Mai gingen die Daten des einschlägigen Rabatt-Index des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen erstmals seit Dezember 2012 zurück. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Untersuchung des CAR hervor, die dem Handelsblatt vorliegt.

Mit 407 Hersteller-Aktionen zählten die Branchenkenner 19 Aktionen weniger als im Vormonat. Der durchschnittliche Kundenvorteil sank um 0,7 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent. Noch deutlicher reduzierten sich die Händlerrabatte bei Internetvermittlern: Der durchschnittliche Preisvorteil bei den 30 beliebtesten Modellen sank um 1,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent.

„Insbesondere die deutlich niedrigeren Nachlässe auf VW-Modelle waren hierfür ausschlaggebend“, sagte CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer. „Volkswagen scheint auf Marktstabilisierung zu setzen und hat die Händler-Incentives deutlich zurückgefahren.“ Die Rivalen Ford und Opel seien dagegen weiter mit hohen Rabatten im Markt, die bei Internetvermittlern zu Nachlässen von bis zu 33 Prozent führten.

Den CAR-Berechnungen nach weisen die beliebtesten Ford-Modelle bei den Internetvermitteln im Schnitt fast 32 Prozent Rabatt auf. Bei Opel sind es 27 Prozent, bei VW dagegen 14 Prozent – nach 17,3 Prozent im Monat zuvor. Der Kundenvorteil bei Aktionen der Hersteller variiert ebenfalls: von 8,6 Prozent bei VW über 11,7 Prozent bei Ford bis zu 14 Prozent im Fall von Opel.

Von

mcs

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

27.05.2013, 19:54 Uhr

Und wieviel Tageszulassungen waren im April dabei,gegen Vorjahresmonat?
Eine Trendwende ist für mich nicht erkenntlich.Ich bin der Prozentrechnung fähig.

Duddenhoffner

27.05.2013, 20:28 Uhr

Es wird Zeit, dass endlich mal die schlechte Stimmungsmache der Medien beendet wird. VW feiert einen Absatzrekord nach dem anderen. So wurden zuletzt soviel Autos wie noch nie in der 75 jährigen Geschichte. Nach Aussagen von VW besteht der Trend weiterhin und es ist von neuen Rekorden auszugehen. Daher sollte es keinen verwundern, dass die Rabatte sinken. Bei VW ist diese positive Entwicklung das Ergebnis einer langfristig durchgesetzten Strategie. Die steigenden Ausgaben und Vermögen der Deutschen sowie der Fachkräftemangel in Verbindung mit der Erkenntnis, dass das ganze Negativgerede nicht zutreffend ist, verstärken den positiven Trend noch.

KlausHartmann

28.05.2013, 00:37 Uhr

Die Steigerung im April ist eine klassische Milchmädchenrechnung: in 2013 hatte der April 21 Arbeitstage, 2012 waren es nur 19.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×