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17.04.2012

11:16 Uhr

Neuzulassungen

Autoabsatz in Europa im März gesunken

Der europäische Automarkt ist im März deutlich geschrumpft. Ohne den robusten deutschen Markt wäre das Minus noch stärker ausgefallen. Zudem es gibt deutlich wie lange nicht eine Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern.

Ein Mitarbeiter überprüft Fahrzeuge vor der Auslieferung. ap

Ein Mitarbeiter überprüft Fahrzeuge vor der Auslieferung.

FrankfurtAm europäischen Automarkt zeichnet sich immer mehr eine Zweiteilung in Gewinner und Verlierer ab: Während Hersteller von Autos für den Massengeschmack wie Opel, Peugeot, Renault und Fiat im März teils hohe zweistellige Absatzrückgänge einfuhren, verbuchten die deutschen Premiumhersteller leichte Zuwächse. Zu den Gewinnern zählte auch Europas Marktführer Volkswagen, obwohl der Konzern ein Massenherstellern ist. Insgesamt sanken die Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten und den drei Efta-Ländern Island, Norwegen und Schweiz um 6,6 Prozent auf 1,5 Millionen Einheiten, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag in Brüssel mitteilte.

Besonders hoch war der Rückgang in Frankreich mit minus 23 Prozent und Italien mit minus 27 Prozent; in Spanien sanken die Neuregistrierungen um fünf Prozent. In den von der Staatsschuldenkrise besonders betroffenen Ländern Südeuropas können sich viele Verbraucher wegen der Sparprogramme der Regierungen keine Neuwagen leisten. Darunter leiden besonders die Massenhersteller, während Premiummarken wie BMW und die Daimler -Tochter Mercedes-Benz dies durch gute Geschäfte im Flottengeschäft mit großen Unternehmen wettmachen können.

Volkswagen bekam den Absatzrückgang bei seiner spanischen Tochter Seat (minus 15 Prozent) zwar ebenfalls zu spüren, kann dies aber dank der Oberklassetochter Audi (plus sieben Prozent) wettmachen. Zudem schlägt sich die Kernmarke VW dank ihrer breiten Modellpalette auch in Südeuropa besser als die Konkurrenz (plus 3,4 Prozent). Der Platzhirsch baute seine Vormachtstellung in Europa aus: Der Marktanteil stieg in den ersten drei Monaten um 1,8 Punkte auf 23,7 Prozent, was angesichts des scharfen Wettbewerbs in der Automobilindustrie als enormer Zuwachs gilt.

Der branchenweite Rückgang bei den Neulassungen wäre noch höher ausgefallen, wenn die Autoverkäufe in Deutschland und Großbritannien nicht leicht zugelegt hätten. Gleichwohl schrumpfte die Pkw-Nachfrage in der EU den sechsten Monat in Folge auf das niedrigste Niveau seit 14 Jahren.

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