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17.05.2011

10:24 Uhr

Neuzulassungen

Europäer machen einen Bogen um Autohäuser

Autohersteller brachten im April deutlich weniger Fahrzeuge auf die Straße als zuvor. Besonders in Spanien blieb die Kundschaft fern. Allein Deutschland konnte zulegen. Ganz anders sieht es in den Schwellenländern aus.

Der Autokonzern Daimler hat im April einen Absatzrückgang hinnehmen müssen. Quelle: ap

Der Autokonzern Daimler hat im April einen Absatzrückgang hinnehmen müssen.

Brüssel/HamburgGeteilte Autowelt: Während die Autohändler in Europa auch im April in ihren Schauräumen meist alleine blieben, stiegen die Verkaufszahlen vor allem in den Schwellenländern weiter. In der Europäischen Union seien die Neuzulassungen im vergangenen Monat um vier Prozent auf rund 1,1 Millionen Einheiten geschrumpft, teilte der europäische Herstellerverband ACEA mit.

Einzige Stütze der europäischen Autokonjunktur ist Deutschland, wo die Neuzulassungen um 2,6 Prozent zulegten. In allen anderen wichtigen Märkten machte die Kundschaft dagegen einen großen Bogen um Autohäuser: Besonders schlimm erwischte es Spanien (minus 23,3 Prozent), aber auch in Frankreich (minus 11,1 Prozent) und Großbritannien (minus 7,4 Prozent) schrumpfte der Markt überdurchschnittlich. In Italien sanken die Neuzulassungen um 2,2 Prozent.

Weltweit brachten die Hersteller dagegen in den meisten Ländern mehr Fahrzeuge auf die Straßen. In den USA stiegen die Neuregistrierungen von Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen nach Angaben des deutschen Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im April um 17 Prozent auf 1,2 Millionen Einheiten. In Brasilien rollten vier Prozent mehr Fahrzeuge an die Kundschaft als vor Jahresfrist. In China schaltete die Nachfrage zwar einen Gang zurück, weil staatliche Förderprogramme ausliefen. Dennoch legten die Neuanmeldungen auf dem neben den USA wichtigsten Automarkt im vergangenen Monat um sieben Prozent auf knapp eine Million zu.

Auf dem aufstrebenden indischen Subkontinent erhöhten sich die Pkw-Verkäufe um 14 Prozent. In Russland verkauften die Autobauer sogar 42 Prozent mehr als im Vorjahr, weil der Staat den Autokauf mit Prämien anheizt. Dagegen schrumpften die Verkaufszahlen in Japan im Monat nach der Erdbebenkatastrophe um die Hälfte.

Unter den deutschen Herstellern konnten Volkswagen (VW) (plus 4,5 Prozent) und Audi (plus 4,0 Prozent) zulegen. Insgesamt kam die VW-Gruppe auf ein Plus von 3,5 Prozent. Während BMW (plus 4,5 Prozent) die Neuzulassungen ebenfalls steigern konnte, musste Daimler (minus 2,0 Prozent) einen Rückgang verbuchen. Opel kam zusammen mit Vauxhall auf ein Plus von 1,3 Prozent.

Kommentare (2)

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Nichtwaehler

17.05.2011, 11:32 Uhr

Da drücken sie der Bevölkerung eine Sparmaßnahme und eine Steuererhöhung nach der Nächsten auf, sorgen für Angst um finanzielle Verluste durch einer Euro-Rettungsmaßnahme nach der Nächsten. Der Privatverbraucher bekommt eine immer höhere Stromrechnung. An der Tankstelle hört der Euro-Zähler nicht auf zu rattern. Und trotzdem will keiner die ständig teurer werdenden Autos kaufen. Wundert sich da jemand, warum das so ist?

Account gelöscht!

17.05.2011, 12:24 Uhr

Boah,

das kommt natürlich unerwartet. Man wie verblödet muß man sein, um etwas anderes zu erwarten.

Die Gewinne der Unternehmen werden privatisiert - aber auch die Reichen kaufen sich davon keine 100 Autos. Die Bürger die diese Gewinne erarbeiten sind als Sklaven in Leiharbeitsfirmen oder gleich als Beschäftigte in den Schwellenländern nicht in der Lage in europa Autos nachzufragen.

Woher soll hier die Nachfrage kommen?

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