Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.11.2013

14:20 Uhr

Neuzulassungen

Lichtblick am deutschen Automarkt

Die Lage auf dem deutschen Automarkt entspannt sich: Nach einem Negativtrend sind die Neuzulassungen im Oktober 2013 leicht angestiegen. Die Nutzer investieren wieder mehr in die Modelle der deutschen Autobauer.

Mitarbeiter des Opel-Werks in Eisenach: Der Konzern mit Sitz in Rüsselsheim hat seine Verkaufszahlen in Deutschland um zwölf Prozent erhöht. dpa

Mitarbeiter des Opel-Werks in Eisenach: Der Konzern mit Sitz in Rüsselsheim hat seine Verkaufszahlen in Deutschland um zwölf Prozent erhöht.

Nach langem Schrumpfkurs hat der deutsche Automarkt im Oktober mit einem kleinen Plus Hoffnungen auf eine Trendwende verstärkt. Im vergangenen Monat wurden 265.441 Autos hierzulande neu zugelassen, das sind 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt am Montag mitteilte. Im September hatte sich bereits eine Besserung abgezeichnet, allerdings lagen die Neuzulassungen da noch leicht im Minus. Einer der größten Gewinner im Oktober war Opel - der Absatz der Rüsselsheimer erhöhte sich binnen Jahresfrist um zwölf Prozent. Damit kommt die GM-Tochter nach Jahren des Siechtums dank neuer Modelle immer besser in Fahrt.

Dagegen brachte die angeschlagene französische Marke Peugeot hierzulande ein Fünftel weniger von ihren Fahrzeugen an die Kundschaft. Unter den deutschen Marken verzeichnete die VW-Tochter Audi mit fast acht Prozent den größten Rückgang. Die ebenfalls zu dem Wolfsburger VW-Konzern gehörende Sportwagenschmiede Porsche steigerte ihre Verkäufe indes um fast ein Viertel. Unangefochtener Marktführer war die Marke VW Pkw, deren Neuzulassungen im Oktober leicht zulegten. Zuwächse verzeichneten auch die Nobelmarke Mercedes-Benz von Daimler und der Münchner Autobauer BMW.

Autozulassungen in Deutschland (September 2013)

Gewinner 1

Land Rover legte von allen Automarken in Deutschland im September am stärksten zu: plus 38,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Marke gehört zu Jaguar Land Rover, der Autobauer wiederum zum indischen Tata-Konzern.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Gewinner 2

Jeep hat im September ein Fünftel mehr Fahrzeuge verkauft. Allerdings auf niedrigem Niveau: Gerade einmal 669 Geländewagen der Marke, die zu Fiats US-Tochter Chrysler gehört, wurden zugelassen.

Gewinner 3

Die Japaner von Mazda können sich über ein Plus von 15,1 Prozent freuen. 4162 Fahrzeuge des Autoherstellers wurden im September zugelassen.

Verlierer 1

Die größten Verluste im September muss Honda hinnehmen. Nur noch 1915 Pkw des japanischen Autohersteller wurden neu zugelassen – minus 36,1 Prozent.

Verlierer 2

Die Fiat-Marke Alfa Romeo hat kaum noch Modelle zu bieten. Entsprechend schlecht sind die Zulassungszahlen, die im September noch einmal um 35,6 Prozent abgesackt sind. Die ganzen Zahlen verdeutlichen, auf welchem Niveau sich Alfa Romea bewegt: Nur noch 291 Pkw wurden zugelassen.

Verlierer 3

Die BMW-Marke Mini ist ein großer Verlierer im September. Das Minus bei den Neuzulassungen betrug 33,8 Prozent.

Branchenexperten gehen davon aus, dass sich die Pkw-Nachfrage weiter erholt. „Alle Indikatoren deuten darauf hin, dass es nächstes Jahr besser wird am deutschen Automarkt“, sagte Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer zu Reuters. Dennoch dürften nach einhelliger Meinung der Fachleute im Gesamtjahr weniger Wagen als 2012 neu auf die Straßen kommen. Der Importeursverband VDIK etwa rechnet für dieses Jahr mit 2,9 Millionen Fahrzeugen nach rund 3,1 im Vorjahr. Nach zehn Monaten lagen die Pkw-Neuzulassungen mit 2,48 Millionen Einheiten 5,2 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.

Auch in Frankreich stabilisierte sich der Pkw-Markt. Nach Angaben des dortigen Branchenverbandes legten die Neuzulassungen im Oktober den zweiten Monat in Folge zu.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×