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03.05.2011

22:27 Uhr

New Yorker Taxiflotte

Nissan gewinnt Prestigeauftrag

Der japanische Autobauer Nissan hat einen prestigeträchtigen Auftrag gewonnen: Nissan wird die weltberühmte New Yorker Taxiflotte mit ihren gelb-schwarzen Karrossen mit neuen Fahrzeugen versorgen.

Dieser Nissan-Van hat die Ausschreibung der Stadt New York gewonnen und stellt die nächste Generation der New Yorker Taxiflotte. Quelle: Reuters

Dieser Nissan-Van hat die Ausschreibung der Stadt New York gewonnen und stellt die nächste Generation der New Yorker Taxiflotte.

New York Der japanische Hersteller hat sich damit gegen den US-Autobauer Ford durchgesetzt, der ebenfalls mitgeboten hatten. Der Vertrag läuft über zehn Jahre und startet 2013. Nissan wird insgesamt 13.000 Fahrzeuge liefern. Das teilte Nissan North America gestern mit.

Für einen großen Massenhersteller ist das zwar eine kaum bedeutende Zahl von Autos. Nissan will den Deal allerdings nutzen, um in den USA stärker Fuß zu fassen und dort einen Kleintransporter auf den Markt zu bringen. Nissan ist bislang in den USA nicht mit kommerziell genutzten Fahrzeugen vertreten, obwohl das Unternehmen weltweit Kleintransporter verkauft.

Außerdem plant Nissan auch den Bau einer elektrischen Variante des neuen New-York-Taxi. New York will langfristig mehr E-Fahrzeuge auf die Straßen bringen, um die Stadt sauberer und den Verkehr in der Metropole leiser zu machen. Teil des Taxi-Deal ist deshalb auch, dass Nissan mehrere E-Fahrzeuge zu Testzwecken zur Verfügung stellt. Die Stadt will so herausfinden, wie belastbar E-Autos unter starker Nutzung sind und wie gut sich deren Batterien unter diesen Bedingungen wieder aufladen lassen.

Im Rennen für den Auftrag war noch der türkische Hersteller Karsan, der aber ohnehin als chancenloser Außenseiter galt. Zuletzt hatte Karsan jedoch noch Schlagzeilen gemacht und verkündet, man wolle die neuen Taxis vor Ort im New Yorker Stadtteil Brooklyn bauen lassen. Das brachte dem Unternehmen zwar einige öffentliche Unterstützung ein - industrielle Arbeitsplätze könnte die Stadt New York schließlich gut gebrauchen. Bei der Ausschreibung geholfen hat es letztlich aber nicht.

Von

kup

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