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06.01.2015

01:40 Uhr

Nobelkarossen

Rolls-Royce verkauft mehr als 4000 Autos

Andere Autokonzerne experimentieren mit selbstfahrenden Autos, Rolls-Royce macht Reibach mit Selbstfahrer-Modellen. Sie bringen der Luxusmarke gestiegene Verkäufe ein - auch bedingt durch die Rubelkrise.

Läuft gut als russische Geldanlage: ein Rolls Royce für Selbstfahrer. Reuters

Läuft gut als russische Geldanlage: ein Rolls Royce für Selbstfahrer.

LondonDie britische Luxus-Automarke Rolls-Royce hat erstmals die Marke von 4000 verkauften Nobelkarossen pro Jahr geknackt.

2014 lieferte der Autobauer im englischen Goodwood 4063 Fahrzeuge aus. Das waren zwölf Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Es war das fünfte Jahr in Folge, für das die BMW-Tochter einen Verkaufsrekord verkündete.

Am besten verkauften sich die Luxuslimousinen in Nordamerika, dem Nahen Osten und in Europa; wichtigster Einzelmarkt waren nach wie vor die USA. Vorstandschef Torsten Müller-Ötvös äußerte sich im Reuters-Interview "sehr erfreut" über das fünfte Rekordjahr in Folge. Seit 2009 habe sich das Volumen vervierfacht.

Rolls-Royce profitierte dabei auch von der Ukrainekrise und dem Verfall des Rubels: Viele Russen wollten ihr Geld in wertbeständige Anlagen stecken, sagte der deutsche Unternehmenschef.

Besonders erfolgreich seien die Selbstfahrer-Modelle Wraith und Ghost. Viele Kunden, vor allem jüngere, führen gerne selbst, erläuterte Müller-Ötvös. Besonders in asiatischen Märkten seien die Käufer im Schnitt zehn bis 15 Jahre jünger als im Rest der Welt.

Trotz zahlreicher Krisen weltweit, gegen die auch ein Luxuslimousinenhersteller nicht immun sei, sei er zuversichtlich, dass 2015 wieder ein gutes Jahr für Rolls-Royce werde. Details oder eine konkrete Prognose nannte der Vorstandschef aber nicht.

Ob das Unternehmen mit einem SUV-Modell in das Segment für Geländelimousinen einsteigt, soll im Laufe des Jahres bekannt gegeben werden. Rolls-Royce konzentriert sich auf superreiche Kunden und bietet nur Autos oberhalb von 200.000 Euro an.

Kommentare (2)

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Herr Teito Klein

06.01.2015, 09:56 Uhr

Rolls-Royce
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Schwarzgeld-Russen, die Russen-Mafia und Oligarchen investieren in Rolls-Royce. Sie sind beliebte und begehrte Kunden. Und sie wollen ihr Geld vor dem Rubelverfall retten.

Herr Thomas Ungläubig

06.01.2015, 11:10 Uhr

Sanktionen sind nur für die Dummen. BMW und Tochter Rolls-Royce reiben sich genüsslich die Hände. Was für eine Verarsche!

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