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19.08.2011

18:39 Uhr

Nordsee-Leck

Shell stoppt vorerst den Ölfluss

Der Ölfluss an der beschädigten Shell-Plattform in der Nordsee ist vorerst gestoppt. Doch damit ist die Krise noch nicht vorbei. Noch immer treibt einer riesiger Ölteppich auf der Nordsee.

Die Ölplattform "Gannet Alpha" von Shell vor der schottischen Küste. dapd

Die Ölplattform "Gannet Alpha" von Shell vor der schottischen Küste.

LondonDas Ölleck an der beschädigten Shell-Plattform in der Nordsee ist gestopft. Taucher hätten ein Ventil an einer kaputten Leitung geschlossen, aus dem in den vergangenen Tagen Öl ausgetreten sei, teilte der britisch-niederländische Konzern am Freitag mit. Dies sei ein wichtiger Fortschritt, allerdings müsse die Situation nun zunächst beobachtet werden. Der nächste Schritt sei, das verbleibende Öl aus der beschädigten Leitung herauszubekommen. Das werde Zeit kosten. Man hoffe, dass dabei kein weiteres Öl ins Meer fließe, sagte ein Shell-Sprecher.

Das Ende der Operation sei noch keinesfalls erreicht, sagte Hugh Shaw vom britischen Ministerium für Energie und Klimaschutz. Nun sei intensiv und über einen längeren Zeitraum zu beobachten, ob das Leck tatsächlich dicht bleibe. Das werde sowohl aus der Luft als auch unter Wasser geprüft.

Das erste Loch an einer Leitung unter der Plattform „Gannet Alpha“ war bereits vorvergangenen Mittwoch entdeckt worden. Der Fall, der der schlimmste seiner Art in Großbritannien seit zehn Jahren ist, war aber erst am Wochenende bekanntgeworden. Umweltschützer hatten Shell zu wenig Transparenz vorgeworfen.

Nachdem das erste Leck geschlossen worden war, hatte sich das Öl Anfang der Woche einen neuen Weg gesucht. Insgesamt sind nach Angaben von Shell mehr als 200 Tonnen in die Nordsee geflossen. Nach derzeitigem Informationsstand gebe es kein weiteres Leck, erklärte der Sprecher.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

19.08.2011, 20:17 Uhr

Eine Seefläche von knapp 7 Quadratkilometern wird "genau beobachtet". Man hofft, dass sich das Öl "von selbst" auflöse und die EU "beobachtet aufmerksam". Dann ist ja alles bestens und Royal Dutch Shell muss nichts abgeben. Wäre ja noch schöner, wenn jetzt auch noch die Aktien der gelben Royals ins Bodenlose stürzen würden.

offshorer

20.08.2011, 00:43 Uhr

Shell hält sich für klüger als BP: obwohl in der Öffentlichkeit längst klar ist, daß das Ölpest 4.0 ist.

Die Arschlöcher lernen aber auch garnichts.

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