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03.08.2016

15:35 Uhr

Norma auf Übernahmen aus

Industriezulieferer weiter auf Einkaufstour

Die Norma Group ist weiterhin auf Expansionskurs. Nachdem die Verhandlungen mit der französischen Parker Autoline erfolgreich abgeschlossen werden konnten, bekundete der Vorstandschef Interesse an weiteren Übernahmen.

Nach Parker Autoline hält Norma weiterhin Ausschau nach Übernahmen. Norma Group

Norma Group

Nach Parker Autoline hält Norma weiterhin Ausschau nach Übernahmen.

DüsseldorfNach dem jüngsten Zukauf ist für den führenden Anbieter von Verbindungstechnik das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. „Wir halten weiter Ausschau nach Übernahmen in allen Regionen der Welt“, sagte Norma-Vorstandschef Werner Deggim am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Das bleibe Teil der Unternehmensstrategie. Der im Juni angekündigte Erwerb der französischen Parker Autoline mit 40 Millionen Euro Umsatz und über 200 Mitarbeitern werde im vierten Quartal unter Dach und Fach gebracht.

Die aktuelle Geschäftsentwicklung wird derweil von der Schwächephase des US-Lkw-Marktes und „signifikanten“ Währungseffekten in Asien gebremst. „Die operative Marge von 18,5 Prozent im zweiten Quartal ist aber dennoch auf Rekordniveau“, betonte Finanzchef Michael Schneider.

Diese deutschen Firmen gehören jetzt Chinesen

Putzmeister

Der Betonpumpen-Weltmarktführer Sany Heavy Industry übernimmt im Januar 2012 das schwäbische Unternehmen für gut 320 Millionen Euro.

Kiekert

Der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernimmt 2012 den Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme aus Heiligenhaus (NRW).

Schwing

Die Xuzhou Construction Machinery Group (XCMG) wird im April 2012 Mehrheitseigener des westfälischen Betonpumpenherstellers. Der Verkaufspreis des Herner Unternehmens soll bei rund 300 Millionen Euro liegen.

Kion

2012 steigt der chinesische Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power beim Gabelstaplerhersteller Kion ein. Die Chinesen kaufen zunächst für 467 Millionen Euro 25 Prozent an Kion und steigern 2015 ihren Anteil auf 38,25 Prozent. Außerdem erhält der Investor für 271 Millionen Euro eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent an der Hydrauliksparte Kions.

Solibro

Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells vereinbart im Juni 2012 den Verkauf seiner Tochterfirma mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen an die Pekinger Hanergy Holding Group.

Sunways

Der Konstanzer Photovoltaik-Konzern ging 2012 zum Schnäppchenpreis an den chinesischen Solarriesen LDK Solar. Doch 2013 und 2014 reichte Sunways jeweils einen Insolvenzantrag ein. Teile des Unternehmens wurden in der Folge an den chinesischen Solarkonzerns Shunfeng verkauft.

Tailored Blanks

Der Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp schließt 2013 den Verkauf seiner Tochter an den chinesischen Stahlkonzern Wuhan Iron and Steel (Wisco) ab. Zum Preis machen beide Seiten keine Angaben.

Koki Technik Transmission Systems

Das chinesische Unternehmen Avic Electromechanical Systems (Avicem) – eine Tochter der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic) – übernimmt 2014 den sächsischen Autozulieferer. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.

Hilite

Avic übernimmt 2014 für 473 Millionen Euro den deutschen Autozulieferer.

Krauss-Maffei

Im Januar 2016 verkauft Onex den Münchener Spezialmaschinenbauer Krauss-Maffei an ein Konsortium um die staatliche National Chemical Corporation (Chemchina). Der größte Chemiekonzern des Landes zahlt 925 Millionen Euro für den traditionsreichen Hersteller von Spritzgießmaschinen für die Kunststoff- und Gummi-Verarbeitung.

EEW

Die chinesische Holding Beijing Enterprises kauft im Februar 2016 den Abfallkonzern EEW Energy from Waste aus Helmstedt für 1,438 Milliarden Euro. Verkäufer ist der schwedische Investor EQT. EEW hat nach eigenen Angaben 1050 Mitarbeiter. Die 18 Anlagen der Gruppe können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall zu Energie machen und umweltschonend beseitigen. Die Fabriken erzeugen Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete und Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte.

Manz

Die Shanghai Electric Group steigt im Frühjahr mit Anteilen von etwa 20 Prozent bei dem angeschlagenen Maschinenbauer ein.

Kuka

Das Augsburger Unternehmen Kuka baut nicht nur Roboter, sondern ist auch Systemanbieter rund um die digital vernetzte Industrie. Der chinesische Midea-Konzern hat Kuka ein Übernahmeangebot im Umfang von 4,5 Milliarden Euro gemacht und mit dessen Hilfe knapp 95 Prozent der Kuka-Anteile übernommen.

Insgesamt steigerte der auf High-Tech-Leitungen und Befestigungsschellen für Schläuche und Rohre spezialisierte Konzern im Zeitraum April bis Juni den Umsatz um 1,4 Prozent auf 236,2 Millionen Euro. Der bereinigte operative Gewinn (Ebita) kletterte um 3,9 Prozent auf 43,8 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr peilt der Vorstand unverändert ein Umsatzplus von zwei bis fünf Prozent an. Die Ebita-Marge soll wie im Vorjahr bei über 17 Prozent liegen.

An der Börse lag die im Nebenwerteindex MDax notierte Norma-Aktie knapp im Plus bei 45,97 Euro.

Von

rtr

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