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28.05.2014

14:41 Uhr

Norwegen und Schweden

Rheinmetall und MAN erhalten Großauftrag aus Skandinavien

Norwegen hat schon unterzeichnet, nun auch Schweden: Ein Rahmenabkommen zur Auslieferung von Militärfahrzeugen bringt dem Rüstungskonzern Rheinmetall und der VW-Tochter MAN potentiell über zwei Milliarden Euro ein.

In einem ersten Schritt liefern Rheinmetall und MAN den schwedischen und norwegischen Streitkräften 335 Fahrzeuge im Wert von 200 Millionen Euro. dpa

In einem ersten Schritt liefern Rheinmetall und MAN den schwedischen und norwegischen Streitkräften 335 Fahrzeuge im Wert von 200 Millionen Euro.

DüsseldorfDer Rüstungskonzern Rheinmetall und die VW-Tochter MAN haben einen Großauftrag aus Skandinavien an Land gezogen. Nach Norwegen habe jetzt auch Schweden eine entsprechendes Rahmenabkommen zur Auslieferung von Militär-Fahrzeugen unterzeichnet, teilte Rheinmetall am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Danach könnten in den kommenden Jahren insgesamt bis zu 2000 militärische Logistikfahrzeuge im Gesamtwert von über einer Milliarde Euro in die Länder geliefert werden. Hinzu käme ein Serviceabkommen für alle ausgelieferten Fahrzeuge, das über drei Jahrzehnte laufen und zusätzlich einen Wert von über einer Milliarde Euro erreichen könne.

In einem ersten Schritt erhalten die schwedischen und norwegischen Streitkräfte 335 Fahrzeuge in 14 Ausführungen im Wert von 200 Millionen Euro, wie es hieß. Die Fahrzeuge sollen zwischen 2015 und 2017 ausgeliefert werden. Für Rheinmetall ist der Auftrag einer der größten in der Firmengeschichte.

Die MAN-Schwester Scania hatte den Deal zunächst ins Wanken gebracht, als sie Ende 2013 Einspruch gegen die Vergabe eingelegt und damit Ermittlungen der schwedischen Wettbewerbshüter losgetreten hatte. Rheinmetall-Sprecher am Mittwoch bestätigte.

Das Vorgehen von Scania soll die Gemüter im VW-Konzern ziemlich erregt haben. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ zitierte zum Jahresende einen VW-Manager mit den Worten, es sei „eine Riesensauerei“, dass eine Konzerntochter die andere so attackiere. VW-Chef Martin Winterkorn sei „stinksauer“ über den konzerninternen Streit gewesen. Scania zog den Protest zwar wieder zurück, die Ermittlungen der Kartellwächter konnte das aber nicht mehr stoppen.

Von

dpa

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