Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.10.2012

17:48 Uhr

Notensystem

Viele Solaranlagen schneiden schlecht ab

ExklusivZehntausende Solaranlagen hat der Energiedienstleister Meteocontrol untersucht. Das Ergebnis: Die meisten Anlagen produzieren weniger Strom, als sie eigentlich könnten.

Viele Solaranlagen sind nicht so produktiv wie sie sein könnten. dpa

Viele Solaranlagen sind nicht so produktiv wie sie sein könnten.

DüsseldorfViele Solaranlagen in Deutschland fallen zu oft aus. „Rund 80 Prozent der Solaranlagen produzieren weniger Strom, als sie eigentlich könnten“, sagte Daniel Faltermeier vom Energiedienstleister Meteocontrol dem Handelsblatt (Montagausgabe). Das ergibt eine Analyse von fast 30.000 Anlagen, die Meteocontrol in Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern überwacht.

Die Fehler reichen von schlechten Modulen und falschen Standorten bis zur mangelnden Wartung der Anlagen. Das Augsburger Unternehmen Meteocontrol, Weltmarktführer für professionelle Fernüberwachung von Photovoltaik-Anlagen, hat erstmals ein Notensystem entwickelt. Ähnlich wie Moody’s oder Standard & Poors große Banken oder ganze Staaten bewerten, vergibt Meteocontrol Ratings für Solaranlagen. Denn mancher Investor rechnet nicht damit, dass Solaranlagen ausfallen können - und dann keinen Strom liefern.

Die Analyse ist ernüchternd. „Rund 25 bis 30 Prozent der Solaranlagen in Deutschland erhalten beim Rating nur die Note B“, sagte Faltermeier: „Sie haben ein deutliches Ausfallrisiko.“ Das liege auch an der Qualität der Solarmodule.

Von

wt

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

egal

28.10.2012, 19:30 Uhr

Wenn alle ganz ausfallen würden, wäre das das Beste für die Stromrechnung in Deutschland!!!

vandale

28.10.2012, 22:19 Uhr

Nun, was viele nicht wissen und nicht in ihre Rechnung miteinbeziehen ist, dass Solarzellen eben keine konstante Leistung liefern.

Die sogenannte Peak Leistung wird bei Normlicht, direkter Sonneneinstrahlung und 25°C warmen, sauberen Zellen erreicht.

Gem. eines TÜV Ingenieurs liegen die realen Leistungen der umweltschädlichen Solarzellen meist von Anfang an ca. 5% unter der Nennleistung und damit leicht ausserhalb der Toleranz.
Gem. des gleichen Ingenieurs verlieren die Anlagen in den ersten Tagen 2% und dann 0,5% /Jahr.
Hinzu kommen Verschmutzung und das Zerkratzen der Deckgläser.

Wenn dann noch Wartungskosten, Reperaturen und dergleichen hinzukommen, werden die Renditeerwartungen häufig nicht erfüllt.

Vandale

Mor

28.10.2012, 22:50 Uhr

Informier dich erst mal bevor du so etwas erzählst. Nicht die Photovoltaik ist der Kostentreiber, auch wenn er von den Nachrichten für die "Bildzeitungsleser" immer so hingestellt wird..

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×