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05.01.2017

16:40 Uhr

Novartis

Pharmakonzern auch in Griechenland unter Bestechungsverdacht

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis ist in Griechenland wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen ins Visier der Justizbehörden geraten. Auch in der Türkei und Südkorea wird wegen Bestechungsvorwürfen ermittelt.

Der Pharmakonzern soll Ärzte und Beamte bestochen haben. Reuters

Novartis in Basel

Der Pharmakonzern soll Ärzte und Beamte bestochen haben.

AthenDer bereits mit einer Reihe von Bestechungsvorwürfen konfrontierte Schweizer Pharmakonzern Novartis ist auch in Griechenland wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen ins Visier der Justizbehörden geraten. „Im Rahmen einer gerichtlichen Untersuchung, die im Dezember angeordnet wurde, haben Staatsanwälte die Büros von Novartis über die letzten Tagen durchsucht, um nach möglicher Bestechung zu fahnden“, sagte ein Gerichtsvertreter am Mittwoch zu Reuters. Novartis erklärte, der Konzern gehe der Sache nach und arbeite mit den Behörden in vollem Umfang zusammen.

Die Untersuchung wurde vom Justizminister als Reaktion auf Medienberichte über mutmaßliche Schmiergeldzahlungen des Baseler Arzneimittelherstellers an Ärzte und Beamte angeordnet. Andere Hinweise gebe es nicht, sagte der Gerichtsvertreter. Die Staatsanwaltschaft habe die US-Justizbehörden um Unterstützung gebeten.

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Es sind nicht die ersten Bestechungsvorwürfe gegen Novartis. Untersuchungen sollen auch in Südkorea laufen. In den USA legte das Unternehmen im vergangenen Jahr und 2015 Schmiergeldverfahren mit Vergleichszahlungen bei. Noch anhängig ist ein Verfahren des US-Justizministeriums gegen Novartis, in dem es um teure Essen und hohe Rednerhonorare für Ärzte geht.

Von

rtr

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