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30.01.2013

14:08 Uhr

Novartis-Rivale

Roche erfreut die Aktionäre

Mehr Gewinn, höhere Dividende: Die Aussichten des Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzerns Roche sind nicht schlecht. Der Konzern hat trotz Milliardenkosten für den Umbau unterm Strich mehr verdient.

Überrascht mit guten Aussichten: Roche. Reuters

Überrascht mit guten Aussichten: Roche.

BaselDer Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche will mit neuen Medikamenten und einer breiteren Anwendung bereits etablierter Präparate auf Wachstumskurs bleiben. Für 2013 stellte Konzernchef Severin Schwan erneut eine Anhebung der Dividende in Aussicht. Die Verkaufserlöse sollen unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen ebenso stark steigen wie 2012. Der Kerngewinn je Titel, der Sonderposten ausklammert, solle dagegen stärker als der Umsatz zulegen. "Das spiegelt die Zuversicht in unserem Geschäft wider", sagte Schwan am Mittwoch. "Darüber hinaus glauben wir, dass wir produktiver werden können. Deshalb haben wir den Märkten signalisiert, dass wir den Gewinn stärker steigern können", ergänzte er.

Im Vorjahr verdiente Roche 13,62 Franken je Titel - ein Plus von zehn Prozent zu konstanten Wechselkursen. Die Dividende soll um acht Prozent auf 7,35 Franken je Genussschein und Inhaberaktie angehoben werden. Der Reingewinn stieg 2012 trotz Milliardenkosten für den Konzernumbau und den Entwicklungsstopp eines Herzkreislaufmedikaments um zwei Prozent auf 9,77 Milliarden Franken (7,8 Milliarden Euro). Der Konzernumsatz legte um vier Prozent auf 45,5 Milliarden Franken zu. Neben der ungebrochenen Nachfrage nach den umsatzstarken Krebsmedikamenten MabThera, Avastin und Herceptin liefen die Verkäufe der jüngst auf den Markt gebrachten Krebsmittel Zelboraf, Erivedge und Perjeta gut an. Während die Verkaufserlöse in den USA und in Wachstumsmärkten wie China, Brasilien und Russland anzogen, führten die Sparbemühungen im Gesundheitswesen in Europa zu einem Umsatzrückgang.

Roche steht in der Pharmabranche vergleichsweise gut da. Der Basler Lokalrivale Novartis hatte in der Vorwoche stagnierende Umsätze und einen operativen Gewinnrückgang in Aussicht gestellt. Auch die US-Konzerne Pfizer und Johnson & Johnson hatten sich jüngst zurückhaltend zu den Geschäftsaussicht geäußert. Roche sieht sich dank einer prall gefüllten Medikamenten-Pipeline gut aufgestellt und dem Preisdruck weniger stark ausgesetzt als die Mitbewerber.

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