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22.07.2012

22:36 Uhr

NRG fusioniert mit Genon

US-Energiebranche um einen Riesen reicher

In einem steuerfreien Aktien-Deal haben sich zwei Energieversorger zu einem der größten Stromversorger der USA zusammengeschlossen. Der milliardenschwere Deal soll den kämpfenden Konzernen 200 Millionen einsparen.

Eine Anlage von NRG in Thompson im US-Bundesstaat Texas. dapd

Eine Anlage von NRG in Thompson im US-Bundesstaat Texas.

New YorkNRG Energy kauft Genon Energy in einem Aktientausch, wie beide Unternehmen am Sonntag mitteilten.

Genon-Aktionäre erhalten demnach einen Aufschlag von knapp 21 Prozent auf den letzten Schlusskurs. Nach der Transaktion werden Genon-Anteilseigner 29 Prozent an dem fusionierten Unternehmen besitzen.

Der Deal hat einen Umfang von rund 1.7 Milliarden Dollar. Der gemeinsame Versorger wird eine Kapazität von 47.000 Megawatt zählen, mit Standorten im Osten, an der Golfküste und im Westen des Lande

Beide Konzerne rechnen damit, durch den Zusammenschluss und damit mögliche Einsparungen bis 2014 das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 200 Millionen Dollar zu erhöhen.

Das neue Unternehmen soll unter dem Namen NRG Energy operieren und einen Wert von 18 Milliarden haben, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Die Fusion gebe den Konzernen eine „einzigartig starke Position“, schrieb NRG-CEO David Crane.

Unabhängige Stromproduzenten in den USA klagen über Preise, die um fast einen Drittel gesunken sind in den letzten vier Jahren, und wegen steigenden Kosten für die Einhaltung neuer Umweltschutzvorgaben.

Die Banken Credit Suisse, Morgan Stanley (NRG) und JPMorgan Chase (GenOn) haben die Produzenten beim Deal beraten.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

22.07.2012, 23:10 Uhr

Bei der Fahrt auf die Wand zu,an der es in nicht all zu ferner Zeit enden wird,geben die USA noch immer fleißig Gas.
"Wehe wehe,wenn ich auf das Ende sehe!"
Größere Monopole,mächtigere Konzerne.Irgendwann werden die US Präsidenten direkt von Konzernen gestellt.

Account gelöscht!

23.07.2012, 01:00 Uhr

Wie kommst du da drauf ?Also auf die Formulierung ?

vandale

23.07.2012, 08:07 Uhr

Sehr interessant ist im Artikel zu lesen, dass die Elektritzitätspreise in den USA in den letzten 5 Jahren um 1/3 gefallen sind. Der Grund liegt in der Erschliessung unkonventioneller Erdgasvorkommen und dem darauf erfolgten Zusammenbruch der Erdgaspreise. Dadurch wurde die Verstromung von Erdgas konkurrenzlos günstig. Kohle- und Kernkraftprojekte wurden reihenweise gestoppt. Da die Energiepreise mit dem allgemeinen Wohlstand in Korrelation stehen, scheint es sehr wahrscheinlich, dass die USA hierdurch einige strukturelle Nachteile (Beispiel teures Rechtssystem, teures Gesundheitssystem, Bildungssystem) kompensieren können. Sehr wahrscheinlich werden sich energieintensive Industriebranchen künftig bevorzugt in Nordamerika ansiedeln.

Interessant ist auch der Unterschied zu Europa wo man der mittelalterlichen Oekoreligion mit ihren CO2 Klimahöllen, dämonischen Atomstrahlen, "Erneuerbaren Energien", Verboten unkonventionelles Erdgas zu erschliessen, alles unternimmt um die Energiepreise zu erhöhen und das allgemeine Wohlstandsniveau zu reduzieren.

Vandale

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