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20.01.2005

12:25 Uhr

Nun werden 65 Euro je Aktie geboten

Siemens greift für VA Tech noch tiefer in die Tasche

Der Elektrokonzern Siemens stockt sein Angebot für den österreichischen Anlagenbauer VA Tech nach wochenlangen Dementis nun doch kräftig auf.

Ein Verwaltungsgebäude von VA Tech in Linz.

Ein Verwaltungsgebäude von VA Tech in Linz.

HB WIEN/MÜNCHEN. Damit beugt sich der Münchener Technologiekonzern dem Druck der Anteilseigner, die zuletzt deutlich gemacht hatten, dass sie ohne einen Aufschlag die Transaktion auch platzen lassen könnten. VA Tech selbst, die den bislang gebotenen Preis von 55 € als zu niedrig ablehnte, sprach von einer „wirtschaftlich angemessenen“ Offerte.

„Der Angebotspreis wird auf 65 € erhöht werden“, teilte Siemens am Donnerstag in Wien mit. Zudem stellten die Münchener eine neue Bedingung auf: Mindestens 90 % des Grundkapitals müssen der Übernahme zustimmen, damit sie wirksam wird.

Siemens bietet gut 18 % mehr als bislang - wodurch theoretisch Mehrkosten von um die 130 Mill. € entstehen dürften. Zum Vergleich: Die Münchener sitzen auf einer Kriegskasse von weit mehr als zehn Mrd. €. Das neue Angebot bewertet VA Tech insgesamt nun mit knapp einer Milliarde Euro. Die Wiener Börse hatte den Handel mit VA-Tech-Papieren gegen Mittag bei einem Kurs von 60,11 € ausgesetzt. Nach Wiedereröffnung schnellte der Kurs auf 64,55 € hoch. Die Siemens-Aktien, die zuvor bereits im Minus lagen, gaben bis zum Nachmittag 1,4 % auf 61,11 € ab.

„Ich halte 55 € für einen fairen Wert für VA Tech, 65 € sind schon ein ganz schöner Premium-Aufschlag“, sagte Jens Zimmermann, Analyst bei der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). Er gehe davon aus, dass die Transaktion nun über die Bühne gehe. „Ich halte den Preis nicht für überhöht“, sagte Axel Funhoff, Branchenexperte bei Bear Stearns. Allerdings hege er Zweifel am strategischen Sinn des Zukaufs.

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