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28.06.2012

10:21 Uhr

Nutzfahrzeuge

Daimler will bei Trucks Weltspitze bleiben

Daimler sitzt weiter auf dem „Nutzfahrzeug-Thron“, doch die Konkurrenz kratzt stetig an den Fundamenten. Gegen die neu geschmiedeten Lkw-Allianz im VW-Konzern, hilft den Stuttgartern letztlich nur größere Profitabilität.

Arbeiter kontrollieren in Woerth am Rhein die Lackqualität eines Lastkraftwagens. dapd

Arbeiter kontrollieren in Woerth am Rhein die Lackqualität eines Lastkraftwagens.

StuttgartDer Nutzfahrzeughersteller Daimler will seine Weltmarktführerschaft gegen aufstrebende Konkurrenten verteidigen und in den kommenden zwei Jahren die Kosten kräftig senken. Durch geringere Fixkosten, höheren Absatz und die Plattform-Strategie könnten die Kosten bis 2014 um 1,6 Milliarden Euro gedrückt werden, sagte Daimler Trucks-Chef Andreas Renschler am Donnerstag bei einer Investorenveranstaltung in Mannheim.

„Wir sind unseren Wettbewerbern in der weltweiten Präsenz voraus“, sagte Renschler mit Blick auf die von VW neu geschmiedete Lkw-Allianz von MANG und Scania. Daimler strebe mit Rückenwind durch die in den nächsten Jahren um jeweils durchschnittlich 3,6 Prozent wachsende Nachfrage nach Lkw auch bei der Profitabilität nachhaltig die Führerschaft in der Industrie an.

30 Prozent der Einsparungen sollen durch höhere Verkaufszahlen, 70 Prozent durch geringere Material- und Produktionskosten hereinkommen. Bei der neuen schweren Lkw-Motoren-Generation seien 80 Prozent der Bauteile gleich, was Daimler hohe Kostenvorteile verschaffe. Denn rund die Hälfte der Kosten eines neuen Lkw entfallen auf den Antriebsstrang, zu dem neben dem Motor auch noch das Getriebe und die Achsen gehören.

Daimler Trucks-Chef Renschler bekräftigte das Ziel, den weltweiten Absatz bis 2013 auf 500.000 Fahrzeuge zu steigern und 2020 rund 700.000 Fahrzeuge zu verkaufen. In dieser Absatzprognose sind die Verkaufszahlen des Gemeinschaftsunternehmens in China mit Foton nicht enthalten. Ab 2013 will Daimler dauerhaft im Schnitt eine operative Rendite von acht Prozent erwirtschaften und damit den Rückstand auf Konkurrenten wie etwa Volvo aufholen. 2011 lag die Marge bei 6,5 Prozent.

Von

rtr

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