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11.04.2013

19:41 Uhr

Nutzfahrzeuge

Rückstellung in Dieselsparte belastet MAN-Gewinn

Ein Großauftrag für ein schlüsselfertiges Dieselkraftwerk kommt MAN vielleicht teuer zu stehen. Mehr als 100 Millionen Euro legt der Lastwagenbauer dafür zurück. Das werde das Quartalsergebnis belasten, heißt es.

Das Logo von Lastwagenbauer MAN: Die VW-Tochter muss hohe Rückstellungen verzeichnen. dpa

Das Logo von Lastwagenbauer MAN: Die VW-Tochter muss hohe Rückstellungen verzeichnen.

München/FrankfurtNeue Risiken bei Dieselkraftwerken belasten den Gewinn des Lastwagen- und Maschinenbauers MAN. Bei einem Großauftrag für schlüsselfertige Dieselkraftwerke sei ein zusätzlicher Rückstellungsbedarf von 140 Millionen Euro entdeckt worden, teilte das zum VW-Konzern gehörende Unternehmen am Donnerstag in München mit. Das werde das Ergebnis des 1. Quartals belasten. „In welcher Höhe im Rahmen der Überprüfung zusätzliche Risiken erkennbar werden“, sei noch offen. Der Vorstand von MAN Diesel & Turbo habe eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, mögliche Risiken des Großauftrags zu analysieren, erklärte die VW -Tochter. Ein Abschluss der Überprüfung werde für den Sommer dieses Jahres erwartet.

Auch die kriselnden Lastwagen-Märkte in Europa machen MAN weiterhin stark zu schaffen. Konzernchef Georg Pachta-Reyhofen hatte im Februar angekündigt, Umsatz und Gewinn dürften dieses Jahr weiter schrumpfen.

Im ersten Quartal mussten bereits 6000 MAN-Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen. Auch für das zweite Halbjahr gab MAN-Nutzfahrzeugchef Anders Nielsen keine Entwarnung. Weitere Zwangspausen in den Werken München und Salzgitter sind möglich. Seit Januar sei der Markt für schwere Lastwagen in Europa um rund 15 Prozent eingebrochen, hatte Nielsen dem „Handelsblatt“ gesagt.

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