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26.11.2012

15:39 Uhr

Nutzfahrzeugsparte

Fiat verschmilzt Iveco mit Traktorensparte

Fiat plant deutliche Umstrukturierungen in seiner Nutzfahrzeug-Sparte: Die Traktorenmarke New Holland und der Lkw-Hersteller Iveco sollen unter einem Dach geführt werden. Das neue Unternehmen heißt NewCo.

Der Absatz mit Lastwagen schwächelt. Glücksfall für Fiat, dass die Landmaschinen-Branche anzieht. dapd

Der Absatz mit Lastwagen schwächelt. Glücksfall für Fiat, dass die Landmaschinen-Branche anzieht.

Turin/Burr RidgeLastwagen von Iveco und Traktoren von Case oder New Holland firmieren künftig unter einem Dach. Der italienische Industriekonzern Fiat Industrial verschmilzt dazu mit seiner amerikanisch-niederländischen Land- und Baumaschinen-Tochter Case New Holland (CNH). Die beiden Unternehmen gaben ihren Entschluss nach wochenlangen Verhandlungen am Montag bekannt.

Der Zusammenschluss vereinfache die bisherige Struktur, begründete Fiat-Verwaltungsratschef Sergio Marchionne in Turin den Schritt. Fiat Industrial hält bereits 88 Prozent der Anteile an CNH. Das hatte sich zuletzt als Glücksfall für die Italiener erwiesen: Denn während die Nachfrage nach Lastwagen schwächelt, sind Landmaschinen gefragt.

Zu CNH gehören auch die österreichische Traktorenmarke Steyr sowie Baumaschinen von Kobelco. Damit ist das Unternehmen neben John Deere und AGCO (Fendt, Massey Ferguson) einer der weltgrößten Hersteller von landwirtschaftlichem Gerät. Fiat Industrial wiederum ist mit seinen Iveco-Lkw und Bussen der Marke Irisbus ein direkter Rivale von Mercedes-Benz, MAN oder Scania.

Das neue Unternehmen, das einstweilen auf den Namen NewCo hört, wird nach niederländischem Recht organisiert und an der Börse in New York sowie möglicherweise parallel in Mailand gelistet. Fiat Industrial ist eine Abspaltung des Autokonzerns Fiat und betreibt auch Werke in Deutschland. Die Verschmelzung soll bis zum zweiten Quartal kommenden Jahres abgeschlossen sein.


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