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08.11.2012

13:51 Uhr

Nutzfahrzeugzulieferer

Gute US-Geschäfte stützen SAF-Holland

In Europa steckt die Lkw-Branche in einer Krise. Dem Zulieferer SAF-Holland lässt das kalt. Der Konzern kann mit den guten Geschäften in den USA die Schwäche in Europa wieder wette machen, und bekräftigt seine Prognose.

Arbeiter bei SAF-Holland. SAF

Arbeiter bei SAF-Holland.

MünchenDie Lkw-Krise in Europa kann dem Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland wenig anhaben. Der Konzern aus dem fränkischen Bessenbach steigerte im dritten Quartal vor allem dank guter Geschäfte im Kernmarkt Nordamerika den Umsatz um vier Prozent auf 217 Millionen Euro. Auch in anderen Märkten könne der Achs- und Kupplungsspezialist die Flaute in Europa ausgleichen, sagte Vorstandschef Detlef Borghardt am Donnerstag im Reuters-Interview.

Zudem sei der Anteil des Umsatzes, den SAF-Holland mit europäischen Lkw-Herstellern macht, gering. Die hiesige Krise spürt der Zulieferer dennoch: Wegen der längeren Betriebsferien vieler Hersteller ging das operative Quartalsergebnis um sieben Prozent auf 11,7 Millionen Euro zurück.

Mit einem baldigen Ende der Lkw-Flaute in Europa rechnet Borghardt nicht. "Die erste Hälfte 2013 dürfte schwierig werden. Es könnte noch weiter nach unten gehen." In der zweiten Jahreshälfte erwartet er wegen der 2014 anstehenden Einführung schärferer Abgasvorschriften vorgezogene Käufe. "Wir haben Kunden, die davon sprechen und die das vorhaben." SAF-Holland reagiere auf die Lkw-Krise in Europa mit einer Restrukturierung des Standorts Singen; dort sollen die Kosten reduziert und die Zahl der Mitarbeiter von derzeit rund 50 gesenkt werden.

Borghardt sagte weiter, in Nordamerika liefen die Geschäfte weiter gut, auch wenn dort mit einer Verschnaufpause nach den rasanten Zuwächsen der Vergangenheit zu rechnen sei. Diese werde wohl bis zur zweiten Jahreshälfte 2013 anhalten. Truck- und Trailer-Hersteller hätten aber weiter leichten Zugang zur Finanzierung. SAF-Holland gehe deshalb "mit Zuversicht ins Jahr 2013". Für 2012 bekräftigte Borghardt die Prognose, wonach der Umsatz bei rund 850 Millionen Euro liegen und das operative Ergebnis stabil bleiben soll.

Von

rtr

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