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31.07.2011

10:32 Uhr

Öl-Industrie

Glänzende Aussichten für Ölzulieferer

VonRegine Palm

Wegen des steigenden Bedarfs und des hohen Preises wird die Suche nach Rohöl und Gas forciert. Die Nachfrage nach Technik und Ausrüstung wächst.

Arbeiten auf der Ölplattform: Zulieferer wie Schlumberger und Hailburton unterstützen die großen Ölmultis bei der Förderung. Quelle: Reuters

Arbeiten auf der Ölplattform: Zulieferer wie Schlumberger und Hailburton unterstützen die großen Ölmultis bei der Förderung.

DüsseldorfSteigt der Ölpreis, reiben sich die Ölservice-Unternehmen die Hände. Schließlich profitieren sie direkt von dem teuren Schmierstoff. Als Dienstleister und Ausrüster unterstützen sie die großen Ölmultis bei der Exploration und Förderung von Öl, aber auch bei Gas. Die hohen Preise bieten den Unternehmen zudem glänzende Zukunftsaussichten.

Die Schwergewichte der Branche, Schlumberger und Halliburton, haben zuletzt starke Quartalszahlen vorgelegt. Schlumberger ist der weltweit führende Anbieter von Lösungen in den Bereichen Technologie, integriertes Projektmanagement und Daten für die Erdöl- und Erdgasindustrie. Im zweiten Quartal hat das französisch-amerikanische Unternehmen am Freitag die Gewinn- und Umsatzprognosen der Analysten übertroffen. Der Nettogewinn zog im Berichtszeitraum um 64 Prozent auf 1,34 Milliarden Dollar an, nach 818 Millionen Dollar in der Vorjahreszeit. Der Umsatz sprang um 62 Prozent auf 9,62 Milliarden Dollar. Analysten waren im Vorfeld von 9,17 Milliarden Dollar ausgegangen.

Neuer Schlumberger-Chef.

Bereits zu Beginn der Woche hatte Halliburton, der zweitgrößte Ölfeld-Ausrüster, ebenfalls die Erwartungen der Analysten mit einem Gewinnsprung um 54 Prozent getoppt. Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal von zuvor 480 Millionen auf nun 739 Millionen Dollar.

"Die Ergebnisse des zweiten Quartals spiegeln das starke Wachstum weltweit wider", sagte Schlumberger-Chef Andrew Gould. "Alle Produktgruppen sind mit zweistelligen Raten gewachsen." Gould will Anfang August altersbedingt von seinem Posten zurücktreten. Sein Nachfolger soll Paal Kibsgaard werden. Der 43-jährige Norweger hat seine Karriere beim Ölmulti Exxon Mobil begonnen und ist seit 1992 bei Schlumberger.
"Was wir in Nordamerika sehen, zusammen mit der internationalen Erholung, ergibt einen günstigeren Geschäftsausblick für 2011 und die Zeit danach", zeigte sich auch Halliburton-Chef Dave Lesar vor Analysten optimistisch. Die Börsianer honorierten die guten Zahlen und den positiven Ausblick mit kräftigen Kurssteigerungen gegen den allgemeinen Börsentrend.

Dank der steigenden Rohölpreise wird wieder mehr in Ölvorkommen investiert. Dies betrifft die Suche nach neuen Lagern ebenso wie den Ausbau vorhandener Förderstätten. "Mit dem hohen Preis weiten die Ölmultis ihre Investitionen aus, das kommt den Ölzulieferunternehmen zugute", sagt Hannes Loacker, Analyst bei Raiffeisen Capital Management (RCM) in Wien. "Es wird mehr und vor allem ein moderneres Equipment benötigt."

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